POLIZEI

Seebrücken-Brand auf Usedom wohl fahrlässig verursacht

Das Feuer auf der Heringsdorfer Seebrücke ist möglicherweise durch eine Zigarettenkippe verursacht worden – wohl aber auf jeden Fall doch nicht absichtlich.
dpa
Die Heringsdorfer Seebrücke.
Die Heringsdorfer Seebrücke. © Thomas Franik - Fotolia.com
Heringsdorf.

Fünf Monate nach dem Feuer auf der längsten Seebrücke Deutschlands in Heringsdorf auf Usedom hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und keinen Täter gefunden. Der Anfangsverdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung habe sich nicht bestätigt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Anklam. Der Brand am Kopfende der Seebrücke sei Anfang September fahrlässig entstanden. Damals hatte ein Wachmann das Feuer kurz nach Mitternacht von Land aus bemerkt und selbst gelöscht. So war größerer Schaden vermieden worden.

Vier Brückenbohlen und ein Teil der Verkleidung eines Restaurants wurden beschädigt. Der Schaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Auf einen Aufruf hin hätten sich zwei Gäste bei der Polizei gemeldet, die an dem Tag am Kopfende der Seebrücke geraucht hatten, erklärte der Sprecher. Diesen hätten die damals gesicherten Spuren aber nicht zugeordnet werden können. Nun entscheide die Staatsanwaltschaft über eine mögliche Einstellung der Ermittlungen.

Die Seebrücke entstand 1995, gilt als Wahrzeichen der Insel Usedom und ist mit 508 Metern die längste ihrer Art in Deutschland. Ihr Vorgänger – die Kaiser-Wilhelm-Brücke – war 1957 von einem Feuer vernichtet worden.

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