USEDOM-MORDFALL

Marias bester Freund: "Ich war derjenige, der zugestochen hat"

Der vermeintlich beste Freund der 18-jährigen Maria soll gegenüber den Ermittlern jetzt gestanden haben, dass er die schwangere junge Frau erstochen hat.
Bastian Schlüter Bastian Schlüter
Der 19-jährige Nicolas K. (links) hat gestanden, die 18-jährige Maria K. auf Usedom getötet zu haben.
Der 19-jährige Nicolas K. (links) hat gestanden, die 18-jährige Maria K. auf Usedom getötet zu haben. Bastian Schlüter/Polizei
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Zinnowitz.

Der Fall der in Zinnowitz auf Usedom ermordeten Maria hielt die Region über mehrere Monate in Atem. Das 18-jährige Mädchen war schwanger, als es am 19. März durch mehrere Messerstiche getötet wurde. In den ersten Tagen tappte die Polizei im Dunkeln, doch Mitte April wurden die angeblich besten Freunde des jungen Mädchens verhaftet: Nicolas K. (19) und Niko G. (21). Die beiden schwiegen zu den Vorwürfen. Bis jetzt.

Nun wurde bekannt: Nicolas K. hat die Tötung des jungen Mädchens gestanden. „Ich war derjenige, der zugestochen hat.” Dieses Geständnis gab der junge Mann über seinen Anwalt Axel Vogt ab. „Mein Mandant ist begutachtet worden. Die Beweggründe und was vor der Tat geschehen ist, sind noch völlig unklar”, sagt der Verteidiger. „Der Gutachter muss jetzt die Motivation und den psychischen Zustand vor der Tat bewerten.”

Sie hatten noch die Trauerfeier besucht

Nicolas K. und Nico G. waren noch am 3. April zu Marias Trauerfeier gekommen. Während der Trauerfeier sollen die beiden sich unterhalten und sogar noch gelacht haben. Nicolas K. ist laut Anwalt von der Untersuchungshaftanstalt in eine psychiatrische Klinik verlegt worden, da eine spätere Unterbringung in einem Maßregelvollzug nicht ausgeschlossen werden könne. Der Jugendliche soll gegenüber seinem Anwalt erwähnt haben, dass es ihm leid tue.

Martin Cloppenburg von der Stralsunder Staatsanwaltschaft bestätigt: „Wir haben die Begutachtung beider Beschuldigter veranlasst. Bei dem einen ist es durchaus möglich, dass eine Unterbringung in den Maßregelvollzug vorliegen könnte.” Es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass die Person eingeschränkt schuldfähig sei und deshalb in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden müsse.

An der Anklage ändere sich laut Cloppenburg aber nichts: „Ziel ist eine Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes”. Die Anklage soll in den kommenden Wochen erhoben werden. Den Verhandlungsbeginn schätzen die Juristen auf September.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Fall bereits angekündigt, in der ersten Julihälfte Anklage erheben zu wollen.

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