Bürgermeister-Wahl

Gerd Walthers Bewerbung kam zu spät

Der abgesetzte Bürgermeister Gerd Walther wollte es noch einmal wissen, doch eine Fahrradpanne habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Walther ließ wissen, noch eine zweite Bewerbung abgegeben zu haben.
Christian Johner Christian Johner
Wenige Minuten fehlten Gerd Walther für eine fristgerechte Kandidatur.
Wenige Minuten fehlten Gerd Walther für eine fristgerechte Kandidatur. NK-Archiv/Holger Schacht
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Ueckermünde.

Gerd Walther wollte erneut für den Posten des Ueckermünder Bürgermeisters kandideren, hat aber die Unterlagen zu spät eingereicht. Das gab Walther auf der Internet-Plattform Facebook sowie auf Nachfrage des Nordkurier bekannt. „Ich war am Dienstag um 16.04 Uhr im Rathaus“, sagt Walther. Das Problem: Die Frist lief am Dienstag um 16 Uhr ab.

Weil ihm nach einer mutmaßlichen Drogenfahrt am Steuer seines Autos im Mai 2018 der Führerschein eingezogen wurde, war Walther mit dem Fahrrad unterwegs, um seine Unterlagen abzugeben. Auf dem Weg zum Rathaus in Ueckermünde hatte er nach eigenen Angaben eine Fahrradpanne: „Mir ist die Kette mehrfach abgesprungen. Dementsprechend sah ich auch aus.“ Walther hofft immer noch darauf, dass er für die Wahl am 26. Mai zugelassen wird: „Am Ende trifft der Wahlausschuss die Entscheidung.“ Der Wahlausschuss in Ueckermünde tagt am 26. März ab 16 Uhr und beschließt dann endgültig die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge.

Er würde sich gute Chancen ausrechnen

Würde Walther zugelassen werden, wäre er guten Mutes, dass er sich den Posten als Bürgermeister von Ueckermünde zurückholen kann. „Ich denke, dass ich gute Chancen auf den Sieg hätte. Wenn ich in Ueckermünde Gespräche mit der normalen Bevölkerung führe, dann bekomme ich sehr viel Zuspruch. Die Leute wissen meine herzliche Art zu schätzen.“

Auf dem Weg von seinem Heimatort Vogelsang-Warsin zum Ueckermünder Rathaus nahm Walther einen Umweg über Eggesin – nicht ohne Grund: Walther reichte dort seine Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Vogelsang-Warsin ein – und das nach eigenen Angaben pünktlich. „Ich wollte mich für beide Posten bewerben, falls ich die Wahl in Ueckermünde nicht gewinne“, so Walther. Dass er aktuell noch Drogenprobleme hat, weist der 48-Jährige von sich: „Dieses Drogenproblem hatte ich im Jahr 2017, und es ist längst überwunden.“