Ueckermündes Bürgermeister

:

Gerd Walther will sich nicht zur Ruhe setzen

Im März wurde Gerd Walther suspendiert.
Im März wurde Gerd Walther suspendiert.
Simone Weirauch

Mit der „Zur-Ruhe-Setzung” ist der suspendierte Ueckermünder Bürgermeister nicht zufrieden. Er bestreitet, dass er nicht dienstfähig sein soll.

Der Rechtsstreit um die Abberufung des suspendierten Ueckermünder Bürgermeisters Gerd Walther (parteilos) geht weiter. Gegen die endgültige „Zur-Ruhe-Setzung aus gesundheitlichen Gründen“ durch die Stadtvertreter zum 31. Oktober hat Walther Widerspruch eingelegt, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Mittwoch sagte.

Darüber werde die Stadtvertretung Anfang Dezember beraten. Bleibe man dabei, stehe Walther noch der Gang zum Verwaltungsgericht offen. Eine große Mehrheit der Stadtvertreter hatte mehrfach für die Abberufung des Verwaltungschefs gestimmt.

Ex-Linken-Politiker wurde suspendiert

Der Ex-Linken-Politiker, der früher dem Landtag angehörte, war seit März suspendiert. Der 48-Jährige hatte in einem Nordkurier-Interview Drogenkonsum zugegeben und mit persönlichen Problemen begründet. Ein amtsärztlicher Test konnte nach Ansicht der Stadtvertreter die Gesundheitsbedenken nicht ausräumen.

Walther bestreitet, dass er nicht dienstfähig sein soll. Er war nach der Suspendierung bei den Linken ausgetreten. Wegen der Betäubungsmittel und einer Autofahrt unter Drogen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. Seine Amtszeit wäre regulär 2020 abgelaufen.