Bauland in Ueckermünde
Auf altem Fußballplatz stehen bald Eigenheime

Wo früher die Kicker des FSV Einheit Fußball spielten, soll eine Eigenheim-Siedlung entstehen. Im Moment ist der einst gepflegte Rasen mit Unkraut übersät. Am ehemaligen Kassenhäuschen sind Scheiben eingeschlagen.
Wo früher die Kicker des FSV Einheit Fußball spielten, soll eine Eigenheim-Siedlung entstehen. Im Moment ist der einst gepflegte Rasen mit Unkraut übersät. Am ehemaligen Kassenhäuschen sind Scheiben eingeschlagen.
Holger Schacht

Die Nachfrage nach Bauland in Ueckermünde steigt, doch die Flächen sind knapp. Jetzt soll auf dem alten Fußballplatz ein neues Eigenheimgebiet entstehen. Doch was passiert mit dem Sozialgebäude und dem Vereinsraum der Fußballer?

Jetzt geht’s los mit dem neuen Eigenheimgebiet am Rosenmühler Weg in Ueckermünde. In der morgigen Sitzung wollen die Ueckermünder Stadtvertreter über den Entwurf und die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes für die neue Siedlung abstimmen. Bauland, das Ueckermünde dringend braucht.

Es gibt nicht mehr viele Flächen, und die Nachfrage steigt. Ueckermündes Bauamtsleiter Jürgen Kliewe: „Nicht nur Interessenten aus Berlin oder anderen deutschen Metropolen fragen nach, auch Leute aus umliegenden Dörfern wollen hierher in die Stadt ziehen.“ Die Quadratmeterpreise für erschlossenes Bauland liegen in Ueckermünde aktuell bei günstigen 40 bis 80 Euro. Kliewe schätzt: „Sie werden künftig bis auf 100 Euro steigen.“

Ein Quadratmeter soll mindestens 80 Euro kosten

Mindestens 80 Euro pro Bauland-Quadratmeter fürs Grundstück erwartet Jürgen Kliewe für den Rosenmühler Weg: „Dort muss noch eine Straße erschlossen und Abwasserleitungen gelegt werden.“ Entstehen wird das Eigenheimgebiet auf dem einstigen Fußballrasen des FSV Einheit Ueckermünde.

Auf dem gut 1,4 Hektar großen Platz, den der Verein nach dem Bau eines eigenen Kunstrasenplatzes abgegeben hatte, wird es zehn bis zwölf Grundstücke geben. Die Grundstücke, die die Stadt anbieten möchte, sollen eine Größe zwischen 600 und 800 Quadratmetern haben. „Zulässig ist nur die Errichtung von Einzel- und Doppelhäusern. Sie dürfen eine Höhe von neun Metern nicht überschreiten und ein Obergeschoss haben“, sagt Jürgen Kliewe.

Vereinsraum soll umgesetzt werden

Geklärt ist inzwischen, was mit den baulichen Altlasten auf dem Gelände passiert. Kliewe: „Das ehemalige Sozialgebäude wird demnächst abgerissen.“ Eine Lösung gibt es auch für den „Glaskasten“, der den Fußballern viele Jahre als Vereinsraum diente. „Der wird umgesetzt. Der Verein hat ihn verkauft“, erklärt Kliewe.

Im Schnitt entstehen jährlich zehn neue Einfamilienhäuser in Ueckermünde. Wie am Schäferweg, in Berndshof und Bellin, Am Schützenwald oder am Backofenweg. Im September stimmten die Ueckermünder Stadtvertreter dem geänderten Entwurf des Bebauungsplans „Wohnen in der Wiesenstraße“ mit großer Mehrheit zu. Investoren aus Torgelow hatten die 4000 Quadratmeter große Brachfläche gekauft, wollen dort zehn Wohneinheiten in zwei Doppelhäusern und zwei Reihenhäusern errichten. Am Rosenmühler Weg soll laut Kliewe ab dem Jahr 2020 gebaut werden.

Weitere Bauvorhaben in Ueckermünde

Doch nicht nur auf dem Fußballplatz wird umgebaut. In den letzten Monaten gabes unter anderem Pläne für ein Hotel am Strand. Außerdem gab es im Oktober plötzlich einen neuen Übergang in der Ueckermünder Altstadt.