Achtung Kontrollen

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500 Polizisten üben Entführung in Richtung Polen

Deutsche und polnische Polizisten gehen gemeinsam gegen Straftäter vor. Dies wollen sie jetzt bei einer groß angelegten Übung proben (Archivbild).
Deutsche und polnische Polizisten gehen gemeinsam gegen Straftäter vor. Dies wollen sie jetzt bei einer groß angelegten Übung proben (Archivbild).
Stefan Sauer

Die Polizei hat die groß angelegte Übung „Brücke” angekündigt. 500 Beamte aus Deutschland und Polen werden versuchen, eine Entführung quer durch MV zu vereitelt. Auch die Zivilbevölkerung wird einbezogen.

Unter dem Arbeitsnamen „Most/Brücke” (Most ist das polnische Wort für Brücke) werden etwa 500 deutsche und polnische Beamte am 17. Oktober eine große Übung absolvieren. Dabei wird es um eine Entführung gehen.

Straßensperrungen angekündigt

Die Beamten wollen im Bereich der Stadt Ribnitz-Damgarten beginnen, das Geschehen verlagert sich dann im Laufe des frühen Vormittags in Richtung der deutsch-polnischen Grenze – zwischen Stettiner Haff und der A11. Schließlich werden in Hintersee (Landkreis Vorpommern-Greifswald) Polizisten beider Länder zu Fuß und mit Fahrzeugen Gebiete absuchen, Spuren sichern und den fließenden Verkehr kontrollieren. Dazu wird es Straßensperrungen geben. Außerdem wird während des Einsatzes, der in Hintersee ungefähr zwischen neun und 16 Uhr geplant ist, ein Hubschrauber kreisen.

Die Bürgermeisterin von Hintersee, Peggy Kundschaft, ist bereits informiert. Nun wird auch die Öffentlichkeit auf den großen Einsatz und den damit zu erwartenden Einschränkungen vorbereitet.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit

Die Übung dient in erster Linie dazu, die Zusammenarbeit zwischen der polnischen und der deutschen Polizei zu verbessern, um bei einem echten Einsatz bestmöglich vorbereitet zu sein. Durch solche Übungen ist es laut Polizei möglich, Stärken und Schwächen in der gemeinsamen Vorgehensweise zu finden. Auch sprachliche Barrieren sollen überwunden werden.

Die Entführung wird so echt wie möglich inszeniert:

  • Am 17. Oktober wird es ein Bürgertelefon für Fragen aus der Bevölkerung geben.
  • Es werden Kontrollstellen eingerichtet, die zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen können. Die Einwohner von Hintersee werden darüber vorab informiert.
  • In Hintersee wird es eine mobile Pressestelle mit deutschen und polnischen Mitarbeitern geben.

Die Polizei wirbt schon im Vorfeld um das Verständnis der Bevölkerung und verspricht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.