Landkreis Uckermark
Zahl der Schulabgänger ohne Berufsqualifikation steigt

Mehr als zehn Prozent der Schulabgänger in der Uckermark verlassen die Schulzeit ohne Schulabschluss. Seit Jahren steigt die Zahl kontinuierlich. Der Landkreis will handeln.
Mehr als zehn Prozent der Schulabgänger in der Uckermark verlassen die Schulzeit ohne Schulabschluss. Seit Jahren steigt die Zahl kontinuierlich. Der Landkreis will handeln.
Armin Weigel

Jedes Jahr verlassen mehr Jugendliche die Schulen in der Uckermark ohne einen Abschluss, der sie für eine Ausbildung qualifiziert.

Die Zahl der Schulabgänger im Landkreis Uckermark, die gar nicht oder nur eingeschränkt ausbildungsfähig sind, wächst seit Jahren. Dies bilanziert Henryk Wichmann (CDU), Dezernent für Arbeit, Soziales und Gesundheit in der Kreisverwaltung, unter Verweis auf einen statistischen Bericht des Landes Brandenburg.

Mehr als jeder zehnte Schüler betroffen

„Im Jahr 2015 haben 119 Schüler, im Jahr 2016 120 Schüler und im Jahr 2017 122 Schüler die Schule ohne Hauptschulabschluss oder Berufsbildungsreife verlassen”, so Henryk Wichmann. „Vorrangig werden Oberschulen und Förderschulen von Schülern ohne Schulabschluss verlassen.”

Zur Eingliederung der Schulabgänger ohne Berufsqualifikation stehen im Landkreis eine Vielzahl an Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, versichert Henryk Wichmann. Sie reichen vom nachträglichen Erwerb des Schulabschlusses bis hin zur „Vermittlung sozialer Kompetenzen und psychologischer Leistungsmerkmale”, so der Sozialdezernent.

Stärkere Aktivität bei frühkindlicher Bildung

„Grundsätzlich muss man festhalten, dass wir gemeinsam viel mehr präventiv arbeiten müssen.” Ziel müsse sein, dass in Zukunft weniger junge Menschen die Schule ohne Schulabschluss und die nötigen sozialen Kompetenzen verlassen, erklärt Henryk Wichmann. Auch das Land Brandenburg steht dabei in der Pflicht, trägt es doch die Hauptverantwortung für die Bildungs- und Schulpolitik.

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