TRÖDELMARKT IN BOITZENBURG

Zahl der Händler wird immer geringer

Der Trödelmarkt auf dem Templiner Marktplatz ist eine harte Konkurrenz für die Boitzenburger. Trotzdem hält der Museumsmüller an der Tradition fest.
Ines Markgraf Ines Markgraf
Besonders gefragt waren Tongefäße, Emailletöpfe und Dekoratives.
Besonders gefragt waren Tongefäße, Emailletöpfe und Dekoratives. Ines Markgraf
Irmtraut und Wolfgang Lewandowski aus Prenzlau gehörten schon am frühen Morgen zu den ersten Flohmarktbesuchern in Boitzenburg.
Irmtraut und Wolfgang Lewandowski aus Prenzlau gehörten schon am frühen Morgen zu den ersten Flohmarktbesuchern in Boitzenburg. Ines Markgraf
Boitzenburg.

Die Konkurrenz unter den Trödelmärkten wächst stetig. „Fast jedes Dorf und jede Stadt hat einen. Die Standgebühren sind hoch, die Einnahmen werden immer weniger”, weiß auch Franz Niekley aus Erfahrung. Trotzdem gehört der Boitzenburger Flohmarkt zu den wenigen, die der Wriezener jedes Jahr anfährt, um seine gesammelten Schätze zu verkaufen. Dass am Sonnabend zu seinen ersten Kunden Reenacter des amerikanischen Bürgerkrieges gehörten, die gleich nebenan auf der Klosterwiese fünf Tage lang ihre Zelte aufschlugen, freute ihn. „Sie kauften zum Nähen ihrer Zelte das ganze Sattlergarn und die dazugehörigen Nadeln. Auch Lederwaren gingen schon weg.”

The Beatles-Schallplatten weckten Erinnerungen

Glücklich über ein Schnäppchen war auch Wolfgang Lewandowski, der eigentlich auf der Suche nach alten Prenzlauer Postkarten war. Gleich drei „The Beatles”-Schallplatten hatte der Prenzlauer ergattert. „Zu DDR-Zeiten waren die Pilzköpfe aus Liverpool ja sehr verpönt”, lachte er und erzählte, dass er damals auch lange Haare trug und die Zeit einfach Spaß gemacht habe. Seine Frau Irmtraut war auf dem überschaubaren Markt ebenfalls fündig geworden. Eine alte Waage hatte sie entdeckt, auf der eine kleine Blume dekorativ ihren Platz finden soll.

Größte Konkurrenz war Templin

Dass immer weniger Händler nach Boitzenburg kommen, findet auch Museumsmüller Martin Joost schade. Trotzdem soll die Tradition aufrecht erhalten werden. „Es gibt einen Stamm an Händlern, die kommen immer, und sie machen hier auch ihren Umsatz – auch wenn dieser klein und bescheiden ist”. Die größte Konkurrenz war der am gleichen Tag stattfindende Markt in Templin.

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