EVAKUIERUNG

Verdacht auf Gasleck bei Norma in Prenzlau

Mitarbeiter des Discounters klagten über Atemwegsprobleme. Das Geschäft wurde daraufhin umgehend evakuiert.
Natalie Meinert Natalie Meinert
Ratlos warteten die Mitarbeiter von Norma in Prenzlau auf den Parkplätzen. Es herrschte Verdacht auf Gasaustritt im Markt
Ratlos warteten die Mitarbeiter von Norma in Prenzlau auf den Parkplätzen. Es herrschte Verdacht auf Gasaustritt im Markt. Natalie Meinert
Die Feuerwehr Prenzlau pumpte mit einem Schlauch frischen Sauerstoff in den Einkaufsmarkt.
Die Feuerwehr Prenzlau pumpte mit einem Schlauch frischen Sauerstoff in den Einkaufsmarkt. Natalie Meinert
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren bei der Evakuierung wegen Gasverdachts im Norma dabei.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren bei der Evakuierung wegen Gasverdachts im Norma dabei. Leserfoto
Prenzlau.

Großer Trubel vor der Norma-Filiale am Robert-Schulz-Ring: Der Prenzlauer Discounter ist am Dienstagvormittag evakuiert worden. Grund war die Vermutung, es gebe ein Gasleck. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten über Atemwegsprobleme geklagt.

Unwohlsein und Kratzen im Hals

Laut Polizei wurden insgesamt 30 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 20 Kunden. Vor Ort waren Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und die Stadtwerke Prenzlau. „Die Mitarbeiter riefen gegen 11.20 Uhr bei der Feuerwehr an, weil sie Unwohlsein und ein Kratzen im Hals verspürten”, berichtete Polizist Thomas Meitz. „Sechs Personen sind ärztlich durchgecheckt worden, es wurde allerdings nichts Auffälliges gefunden.”

Die Stadtwerke hätten gemeinsam mit der Feuerwehr versucht, irgendwelche Gase oder Stoffe zu lokalisieren. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Sven Wolf, erklärte allerdings, dass er und seine Kollegen kein Gas gefunden hatten. „Wir haben gemeinsam mit den Stadtwerken auf Kohlenstoffmonoxid und andere Schadstoffe gemessen. Da war nichts.” Im Anschluss wurde der Markt mit einem Belüftungsgerät der Feuerwehr „durchgelüftet”, also mit Sauerstoff versorgt. Dazu kam auch die Klimaanlage zum Einsatz.

Womöglich ein übler Scherz mit Reizgas

Carsten Mohns war Mitglied des ersten eingetroffenen Rettungsteams. Er habe selbst einen leichten Gasgeruch im Kassenbereich vernehmen können, sagte er. „Die Betroffenen weisen auch die typischen Reizgas-Symptome auf, also gereizte Atemwege und ein Brennen in den Augen.” Zusammen mit seinen Kollegen untersuchte er die auf den Norma-Parkplätzen Leidenden, überprüfte Blutdruck, Puls und die Atemwege. Er vermutete, dass sich im Discounter jemand einen üblen Scherz erlaubt hatte: „Da hat vielleicht irgendjemand mit Reizgas rumgesprüht.”

 

 

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