CORONA-VIRUS

Uckermark stellt sich auf wachsenden Test-Bedarf ein

Das Gesundheitsamt des Landkreises Uckermark rechnet mit einer zunehmenden Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 in der Region. Bisher gibt es sechs Infizierte.
Dr. med. Michaela Hofmann, Amtsärztin im Landkreis Uckermark, appelliert an alle Bürgerinnen und Bürgern die be
Dr. med. Michaela Hofmann, Amtsärztin im Landkreis Uckermark, appelliert an alle Bürgerinnen und Bürgern die bekannten Verhaltensweise und Schutzmaßnahmen einzuhalten. Monika Strehlow
Am Donnerstag wurde in der Uckermark von mehrere Akteuren gemeinsam eine Lösung gefunden, um den erwarteten steigenden Be
Am Donnerstag wurde in der Uckermark von mehrere Akteuren gemeinsam eine Lösung gefunden, um den erwarteten steigenden Bedarf an Testungen auf das Corona-Virus auch personell absichern zu können, so Amtsärztin Dr. med. Michaela Hofmann. Jens Büttner
Prenzlau.

Um den möglichen steigenden Bedarf an Testungen im Landkreis Uckermark personell abzusichern, wurde am Donnerstag in enger Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Servicestellenbeiräten der KV aus der Uckermark, der Amtsärztin, der Landrätin und dem Sozialdezernenten eine Lösung gefunden, berichtete Amtsärztin Dr. med. Michaela Hofmann am Abend dem Uckermark Kurier. Die niedergelassenen Ärzte sollen am Freitag zur weiteren Vorgehensweise über die regionalen Servicestellenbeiräte im Detail informiert werden.

Testorte können variieren

„Sollte der betreuende Hausarzt entscheiden, dass für die weitere Behandlung eine Testung auf das Coronavirus medizinisch indiziert ist, kann er diesen Test selbst durchführen oder eine Überweisung an Ärzte ausstellen, die in diesem Verfahren unterstützend tätig sind. Er informiert seinen Patienten telefonisch darüber, wann und wo der Test erfolgen wird”, schilder Michaela Hofmann. Testorte könnten variieren und seien keinesfalls ein Hinweis darauf, dass dies eine „Testpraxis“ ist, so Hofmann: „Es wird davon ausgegangen, dass sich die Anzahl der im bestehenden Versorgungssystem testenden Ärzte schrittweise erhöht.“

Appell an alle Bürger

Diese Lösung soll ab Montag, dem 23. März, greifen und gilt ausschließlich für Patienten, für die der Hausarzt eine labordiagnostische Abklärung für erforderlich hält. „Es ist davon auszugehen, dass sich das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 weiter stark ausbreitet und dann auch in unserer Region zirkuliert.“ Deshalb appelliert die Amtsärztin an alle Bürger, bei einer Atemwegserkrankung jeder Schwere und Ursache unbedingt zu Hause zu bleiben und den Arbeitgeber telefonisch zu informieren. Krankschreibungen werden in der aktuellen Situation auch nach telefonischer Meldung in der Hausarztpraxis erteilt.

Hausarzt entscheidet

Patienten, die Symptome einer Atemwegserkrankung aufweisen, sollten sich unbedingt zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Auf gar keinen Fall sollten sie ohne telefonische Voranmeldung ins Krankenhaus fahren oder eine Arztpraxis aufsuchen. Auch sollten sie auf bestehende Vorerkrankungen sowie auf mögliche Infektionsrisiken hinweisen. Insbesondere ist wichtig, ob sie Kontakt zu einem an Covid-19-Erkrankten hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Der Hausarzt legt die weitere Vorgehensweise fest.

Sechs Personen infiziert

Mit Stand 19. März, 16 Uhr, wurde im Landkreis Uckermark bisher bei sechs Personen eine Infektion durch das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) beziehungsweise eine durch diesen Erreger verursachte Erkrankung (Covid 19) labordiagnostisch bestätigt. Vier davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Uckermark, zwei in Berlin.

117 Verdachtsfälle

Bisher wurden dem Gesundheitsamt 117 Verdachtsfälle gemeldet, die jedoch nicht alle begründet waren. Im Gesundheitsamt angezeigt wurden 85 Testungen auf das Corona-Virus. Es ist von einer erheblichen Dunkelziffer bei der Anzahl der Testungen auszugehen, die dem Gesundheitsamt jedoch nicht bekannt ist, so Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann.

131 Personen in Quarantäne

Aufgrund einer überaus starken Inanspruchnahme der Laborkapazitäten liegen bis zum jetzigen Zeitpunkt neben den erwähnten sechs positiven erst weitere 39 negative Laborergebnisse vor. In Quarantäne wurden insgesamt bis heute 131 Personen betreut. Für zwölf von ihnen konnte die Isolationsanordnung zwischenzeitlich aufgehoben werden.

 

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