TELEFONTRICK

Templinerin lässt Betrüger abblitzen

Vermeintliche Polizisten haben versucht, eine Seniorin auszuhorchen. Kein Einzelfall in der Region.
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Betrüger geben sich am Hörer längst nicht mehr nur als „Enkel”, sondern immer öfter dreist als
Betrüger geben sich am Hörer längst nicht mehr nur als „Enkel”, sondern immer öfter dreist als „Polizisten” aus. Martin Gerten
Templin.

Eine Templiner Seniorin war wachsam, als sie einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten erhielt. Er habe wissen wollen, ob die Fenster und Türen einbruchssicher sind. Falls nicht, so würde man das gern prüfen. Auf ein langes Gespräch mit dem Mann hat sich die Templinerin gar nicht erst eingelassen. Sie sagte ihm, bei ihr sei alles in Ordnung. Außerdem habe sie gerade Besuch.

Angerufene werden in Gespräche verwickelt

Gerald Pillkuhn von der Polizeiinspektion Uckermark bescheinigte der Kurstädterin, sich richtig verhalten zu haben. „Da sind Betrüger am Werk. Sie stellen sich als Polizisten vor und versuchen, die Angerufenen in Gespräche zu verwickeln. Zum Beispiel mit der Frage, ob sie Bargeld im Haus haben. Wenn ja, dann bieten die vermeintlichen Polizisten an, zu kontrollieren, ob Falschgeld darunter ist.” Allein am Montag habe es sechs bis sieben solcher Anrufe in Prenzlau, aber auch in Templin gegeben. „In Gramzow erzählte der Anrufer einer Frau die Geschichte von einer flüchtenden Einbrecherbande. Er fragte sie dann, ob sie schon älter sei und alleine wohne. Als sie das verneinte, habe der Mann aufgelegt.”

Opfer werden gezielt ausgesucht

Die Betrüger suchen sich ihre Opfer gezielt aus. „Um sicher zu gehen, dass es sich um ältere Leute handelt, wird im Telefonbuch nach den Vornamen geschaut”, erklärte Gerald Pillkuhn. Er rät allen, die solche Anrufe erhalten, misstrauisch zu sein und in jedem Fall die Polizei zu verständigen.

Kontakt: 03984 350

StadtLandKlassik - Konzert in Templin

zur Homepage