KÜNSTLERNAME

Templiner Pastafari heißt jetzt offiziell Bruder Spaghettus

Rüdiger Weida darf einen neuen Namen führen. Dazu berechtigt ihn sein neuer Personalausweis, den ihm die städtische Behörde ausgestellt hat.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Rüdiger Weida darf jetzt offiziell den Künstlernamen Bruder Spaghettus führen.
Rüdiger Weida darf jetzt offiziell den Künstlernamen Bruder Spaghettus führen. Rüdiger Weida
Templin.

Der Ehrenvorsitzende der umstrittenen Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters e. V. Rüdiger Weida kann einmal mehr einen Erfolg für sich verbuchen. Nicht ohne Stolz informierte er auf der deutschen Internetseite der weltweiten Gemeinschaft, dass er jetzt offiziell den Namen „Bruder Spaghettus“ führen darf. Die Stadt Templin hat ihm einen neuen Personalausweis ausgestellt, auf dem der Name unter der Rubrik „Ordens- oder Künstlername“ eingetragen ist. Die Kirche ist um ihre Anerkennung als weltanschauliche Gemeinde und im Streit um Gottesdiensttafeln in der Stadt in die Schlagzeilen geraten.

Als Künstler inzwischen anerkannt

Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) legt allerdings Wert darauf, dass die Mitarbeiter seiner Pass- und Meldebehörde diesen Namen als Künstlernamen eingetragen haben. Die Hürden für einen solchen Eintrag würden hoch liegen, sagte er am Dienstag. Neben einer zweifelsfreien Identifizierung würde eine gewisse Anzahl von Publikationen dazugehören ebenso wie regelmäßige Präsenz in sozialen Netzwerken oder im Internet.

Einzelfall von Stadt genau geprüft

„Im Fall von Rüdiger Weida haben wir das kommunalrechtlich geprüft“, sagte der Bürgermeister. Es habe festgestellt werden müssen, ob er die Kriterien für den offiziellen Eintrag eines Künstlernamens erfüllt. „Diese Frage war klar zu bejahen“, so Detlef Tabbert. Er stellte allerdings auch klar, dass Rüdiger Weida keine Chance gehabt hätte, den Namen „Bruder Spaghettus“ als Ordensnamen führen zu dürfen.

Forderung nach altem Profilnamen bei Facebook

Dazu seien nur öffentlich-rechtlich anerkannte Religionsgemeinschaften berechtigt, stellte Rüdiger Weida selbst fest. „Wir Pastafari und viele andere Gläubige haben also nicht die mindeste Chance auf einen solchen Namen, selbst wenn wir extra einen als eigenen eingetragenen Verein aufgestellten Orden gründen würden“, erklärte er. Dennoch sieht er die Sache positiv. So habe er beispielsweise sein Facebook-Profil von „Bruder Spaghettus“ auf seinen bürgerlichen Namen umstellen müssen. „Nun fordere ich dort meinen alten Profilnamen zurück“, erklärte er.

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