HILFE FÜR KREBSKRANKE

Sockenaktion in der Uckermark übertrifft alle Erwartungen

Für jedes Paar, das mit dem Logo der Therme versehen wird, hatte Ernst Volkhardt dem Verein „Uckermark gegen Leukämie“ zehn Euro Spende angekündigt.
Ivonne Hackbarth Ivonne Hackbarth
Annett Stieg vom Verein „Uckermark gegen Leukämie“ holte die vielen Socken-Pakete aus der Redaktion ab.
Annett Stieg vom Verein „Uckermark gegen Leukämie“ holte die vielen Socken-Pakete aus der Redaktion ab. Sven Wierskalla
Unzählige Socken wurden gestrickt.
Unzählige Socken wurden gestrickt. Ines Markgraf
Im Dezember fand im Wasserturm eine Nähaktion statt. Leser „veredelten“ die Socken mit einem Logo.
Im Dezember fand im Wasserturm eine Nähaktion statt. Leser „veredelten“ die Socken mit einem Logo. Claudia Marsal
Auch Tiere, Mützchen und Jäckchen wurden abgegeben.
Auch Tiere, Mützchen und Jäckchen wurden abgegeben. Claudia Marsal
Templin.

Niemals hätte Ines Baumgarten gedacht, dass die Sockenaktion für Chemo-Patienten eine solche Dimension annimmt. Die Vorsitzende des Vereins „Uckermark gegen Leukämie“ ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Uckermärker und der Empathie, die diese gegenüber Krebspatienten gezeigt haben.

Viele Frauen, aber auch einige Männer, ließen ihre Stricknadeln heiß laufen, um Menschen, die aufgrund einer Chemotherapie frieren, mit warmen Socken auszustatten. Fast täglich wurden in den beiden Redaktionen des Uckermark Kurier Sockenspenden abgegeben. All diese Socken wurden und werden an Patienten in den Onkologien der umliegenden Kliniken gespendet.

2000 Euro Spende von der Therme

Auch Templins Thermenchef Ernst Volkhardt ist völlig überrascht. Mit der Strickwut der Uckermärker hatte er offenbar nicht gerechnet, als er dem Verein versprach, Socken mit dem Logo des Wellnesstempels darauf in bare Münze umzuwandeln und für jedes Paar zehn Euro zu spenden. In Absprache mit dem Verein wird er nun 2000  Euro übergeben.

Das Geld ist Ines Baumgarten und ihren Mitstreitern, die auf finanzielle Spenden angewiesen sind, natürlich äußerst willkommen. Auch deshalb, weil ihr „Patienten-Mobil“ seinen ersten Ausflug unternommen hat und weitere geplant sind. Gemeinsam mit dem DRK will der Leukämie-Verein Schwerkranken ihren letzten Traum erfüllen.

Riesenwunsch erfüllt

Die erste Tour führte übrigens ins Tattoostudio „Kurstadt-Ink“ nach Bad Freienwalde, wo einem 55-jährigen Krebspatienten ein Riesenwunsch erfüllt wurde. Der Mann ließ sich auf seinem rechten inneren Unterarm ein Tattoo stechen, das wichtige Dinge und Momente in seinem Leben symbolisiert und diese somit für immer festhält. Das nächste Mal fährt das Mobil nach Schwedt, um einem Patienten den Besuch einer Stepptanzshow zu ermöglichen.

„Wir haben vier weitere Anfragen vorzuliegen“, informierte Ines Baumgarten. Eine unter anderem aus Ulm in Baden-Württemberg. Die Frau, eine gebürtige Prenzlauerin, hatte vor fünf Jahren Stammzellen gespendet und steht seitdem in sehr engem Kontakt zum Empfänger und dessen Familie in Brandenburg. „Sie wünscht sich für den Patienten einen Ausflug an die Ostsee“, erzählte die Vereinschefin. „Als der Mann das erfuhr, war er gerade auf Reha und total aus dem Häuschen über diese tolle Geste.“

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