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Seebad Prenzlau sucht händeringend Fachkräfte

Die jüngste Schließung im Seebad wirft die Frage auf, warum nicht mehr Rettungsschwimmer eingestellt werden. Die Erklärung ist einfach.
Das Prenzlauer Seebad hatte zuletzt mehrfach geschlossen, weil Personal fehlte.
Das Prenzlauer Seebad hatte zuletzt mehrfach geschlossen, weil Personal fehlte. Claudia Marsal
Prenzlau.

Nach einem Tag Schließung ist das Seebad Prenzlau seit Dienstag wieder geöffnet. Noch herrschen allerdings eingeschränkte Öffnungszeiten. Badefreudige können vorerst nur von 13 bis 19 Uhr das kühle Nass unter Aufsicht genießen, und nicht wie gewohnt von 10 bis 19 Uhr. Grund dafür ist weiterhin die Erkrankung eines Mitarbeiters. Bereits vor zwei Wochen war das Seebad wegen Krankheit geschlossen. Wie geht die Stadt vor, um weitere Ausfälle abzuwenden?

Mitarbeiter brauchen auch freie Tage

„Im Seebad werden aktuell zwei Fachkräfte für Bäderbetriebe sowie im Mitarbeiterpool fünf Rettungsschwimmer beschäftigt“, sagt Alexandra Martinot, Prenzlaus Pressesprecherin. Die Anwesenheit einer Fachkraft sei zwingende Voraussetzung für die Gewährleistung des Badebetriebes. Im Umkehrschluss bedeute dies allerdings auch, dass sobald eine der beiden Fachkräfte länger erkrankt ist, die durchgehende Öffnung des Seebades aus arbeitsrechtlichen Gründen wie aus Haftungsgründen nicht möglich sei. „Denn die verbleibende Fachkraft muss zwischendurch freie Tage haben“, erläutert sie.

Fachkräftemangel auch im Seebad

Wiederholte Versuche, eine zusätzliche Fachkraft zum temporären Einsatz zu finden, schlugen laut Martinot bislang fehl. „Dieses Problem betrifft nicht Prenzlau allein, sondern es ist bundesweit ähnlich”, gibt sie zu Bedenken. Die gute Nachricht aber: „Ab August wird die Stadt Prenzlau eine junge Frau zur Fachkraft für Bäderbetriebe ausbilden.” Leider sei sie die einzige Person gewesen, die sich für den Posten beworben hatte. Auch hier hat also der berühmte Fachkräftemangel zugeschlagen. „Gründe dafür sind sicherlich unter anderem die besonderen Arbeitszeiten”, glaubt die Pressesprecherin.

Andere Bäder auch tageweise geschlossen

Alexandra Martinot versichert, dass die Stadt und das Personal des Seebades alles in ihren Möglichkeiten Stehende tun würden, um die regulären Öffnungszeiten zu gewährleisten. Im Vergleich zu anderen Bädern in der Region scheint die eintägige Schließung aber normal: Andere kommunal betriebene Bäder, zum Beispiel am Wolletzsee, haben regulär an zwei Tagen der Woche geschlossen.

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