15 MINUTEN

Retter in der Uckermark manchmal noch zu langsam

Auf die Retter in der Uckermark ist Verlass. Dennoch überschreiten sie im Notfall noch zu oft die Hilfsfrist. Ein Gebiet ist besonders betroffen.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei der Rettungsfrist gibt es in der Uckermark aber akuten Nachholbedarf. Eine neue Rettun
Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei der Rettungsfrist gibt es in der Uckermark aber akuten Nachholbedarf. Eine neue Rettungswache soll helfen. (Symbolfoto) Horst Skoupy
Prenzlau.

In mindestens 95 Prozent der planerischen Fälle sollen die medizinischen Retter in unter 15 Minuten am Einsatzort sein. So lautet die Definition für die gesetzliche Hilfsfrist. In der Uckermark wird sie regelmäßig überschritten. Dies geht aus der Auswertung der Uckermärkischen Rettungsdienstgesellschaft (URG) für die Jahre 2018 und 2019 hervor. Besonders betroffen ist die Region um Brüssow. Die Verwaltung will nachsteuern. In Carmzow soll bis 2021 eine neue Rettungswache gebaut werden.

Marke verfehlt

Dass Handlungsbedarf besteht, belegt ein Blick in die Analyse der Hilfsfristen der URG. 2018 konnte die 95-Prozent-Marke auf die gesamte Uckermark gesehen in keinem einzigen Monat erreicht werden. Der niedrigste Wert wurde im Juli registriert. Damals konnten in 89,62 Prozent der Fälle der Notfallort in unter 15 Minuten erreicht werden. Am nächsten an die Erfüllung kamen die Retter im April. Dort waren es 93,8 Prozent. Auch 2019 konnten die 95 Prozent flächendeckend noch nicht erreicht werden. Im Januar stand der niedrigste Wert mit 91,87 Prozent. Im Mai wurde in 94,05 Prozent der Einsätze die Rettungsfrist eingehalten.

Hohengüstow überlastet

„Das Grundproblem liegt darin, dass der Rettungsdienstbereich Prenzlau relativ groß ist“, sagte URG-Geschäftsführer Andreas Linde bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses im Kreistag. Der Bereich um Brüssow werde größtenteils von der Rettungswache in Hohengüstow aus abgedeckt. Dies stelle ein Problem dar. So konnten im Oktober von dieser Wache aus nur zu 68,8 Prozent der Fälle die Hilfsfrist erfüllt werden, führte Linde aus. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „schwarzen Loch“ bei der Abdeckung der Rettungsfrist um Brüssow herum.

Steigende Einsatzzahlen

„Wir haben den Bereich abzudecken und sind da jetzt dran“, betonte Linde. Er verwies auf das Vorhaben, eine neue Rettungswache in Carmzow zu errichten. Landrätin Karina Dörk (CDU) wies jüngst darauf hin, dass die Wache 2021 bezugsfertig sein könnte.

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