MEDAILLEN FÜR DRACHENBOOTTEAM

Prenzlauer Männer trotzen der spanischen Gluthitze

Nur einmal im Jahr treffen die „Thunder Dragons” bei internationalen Meisterschaften aufeinander. In den Monaten davor trainiert jeder für sich selbst.
Im Team der „Thunder Dragons” aus Bad Säckingen fuhren die vier Prenzlauer Sven Kücken, Sebastian Reiß, Michael Schlüt
Im Team der „Thunder Dragons” aus Bad Säckingen fuhren die vier Prenzlauer Sven Kücken, Sebastian Reiß, Michael Schlüter und Maximilian Scheer sowie Lucas Kern (Mitte) mit. Privat
Bei den Wettkämpfen ging es heiß her.
Bei den Wettkämpfen ging es heiß her. privat
Prenzlau.

Im spanischen Sevilla sind die Europäischen Club-Meisterschaften im Drachenboot über die Bühne gegangen. Unter den 2000 Athleten aus 18 Ländern waren auch vier ehemalige Schulfreunde aus Prenzlau. Im Team der „Thunder Dragons” aus Bad Säckingen fuhren nämlich Diplom-Verwaltungswirt Sven Kücken (34); Sebastian Reiß, Angehöriger der Bundeswehr (29); Ingenieur Michael Schlüter sowie der Neurochirurg Dr. Maximilian Scheer (30) mit. Im letzten Jahr hatten drei der vier Sportler aus der uckermärkischen Kreisstadt bereits im ungarischen Szeged die Goldmedaille gewonnen. „Im Vergleich zum Weltmeisterboot aus Szeged musste diesmal allerdings personalbedingt auf sechs Positionen gewechselt werden”, resümiert Sven Kücken. Das Boot wurde aber glücklicherweise durch den im letzten Jahr abwesenden Prenzlauer Sebastian Reiß unterstützt. Die „Thunder Dragons” reisten bereits ein paar Tage vor dem Wettkampf nach Sevilla, um sich an die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen und ein paar gemeinsame Trainings zu absolvieren. „Das ist wichtig, weil das Team aus Sportlern besteht, die sich auf ganz Deutschland verteilen, und über das ganze Jahr individuell vorbereiten“, so Kücken.

Als Favoriten am Start

Das Team „Thunder Dragons” startete diesmal in der offenen Kategorie im Standard Drachenboot. Nach einigen Trainings gingen sie als favorisiertes Boot als Erste auf den Rundkurs der 2000 Meter. Nach 8,28 Minuten war das Rennen durch. Bei der starken europäischen Konkurrenz fiel das Ergebnis denkbar eng aus, aber mit elf Sekunden Vorsprung vor den Berliner „WannSea Dragons” auf Platz 3 und knappen sieben Sekunden Vorsprung vor dem Team aus Kiew konnten sie sich den ersten Platz erkämpfen. Am nächsten Tag sollte es dann kurz und knackig werden. Die 200 Meter-Sprintdistanz stand auf dem Plan.

Direkter Einzug ins Finale

„Im ersten Vorlauf sicherten wir uns mit der besten Zeit des Tages den direkten Einzug ins Finale. Beim großen Showdown im A-Finale musste wir uns dann nur dem Berliner Team ergeben, welches einen perfekten Start erwischte. Die 'Thunder Dragons' fuhren somit die Silbermedaille ein. Am letzten Tag des Wettkampfes ging es auf die Königsstrecke. Die 500 Meter sollten absolviert werden. Auch hier qualifizierten wir uns mit einem guten ersten Vorlauf für das A-Finale. Dort sollte es dann richtig eng werden. Diesmal sicherte sich das Team aus Kiew den Europameistertitel. Die 'Thunder Dragons' konnten sich den 2. Platz erkämpfen. Alles in allem kamen die Jungs nach einem absolut heißen Wettkampf, wo auch gern Temperaturen bis knapp 45 Grad vorherrschten, mit einem Titel und zwei Silberrängen im Gepäck wieder nach Deutschland.”

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