POLITISCHES SPANNUNGSFELD

Landwirtschaft - alles öko, aber wie?

Antworten auf diese Frage versuchten Vertreter aus Politik und Landwirtschaft bei einer Podiumsdiskussion in Templin zu finden. Prominentester Gast war Grünen-Chef Robert Habeck.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Unter dem Motto "Perspektive Landwirtschaft - Agrarindustrie oder Sehnsuchtsbiotop?" veranstaltete die Kreisorganisation der Partei "Bündnis 90/Die Grünen" in Templin eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit Parteivorsitzenden Robert Habeck (links) als prominenten Gast.
Unter dem Motto „Perspektive Landwirtschaft – Agrarindustrie oder Sehnsuchtsbiotop?” veranstaltete die Kreisorganisation der Partei „Bündnis 90/Die Grünen” in Templin eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit Parteivorsitzenden Robert Habeck (links) als prominenten Gast. Kathrin Bohm-Berg
Am Redner-Mikrofon im Publikum hatte sich eine Schlange von Bürgern gebildet, die ihre Fragen an die Protagonisten auf dem Podium richteten.
Am Redner-Mikrofon im Publikum hatte sich eine Schlange von Bürgern gebildet, die ihre Fragen an die Protagonisten auf dem Podium richteten. Horst Skoupy
Templin.

Auf riesiges Interesse ist am Dienstagabend das Dialog-Forum „Grüner Landsalon” gestoßen, zu dem die uckermärkische Kreisorganisation der Partei „Bündnis 90/Die Grünen” ins Multikulturelle Centrum Templin (MKC) eingeladen hatte. Prominentester Gast des Abends war der Bundesvorsitzende der Partei und ehemalige Landwirtschaftsminister im Land Schleswig-Holstein Robert Habeck. Er diskutierte mit Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes, dem SPD-Landtagsabgeordneten Udo Folgart, Stefan Palme, Ökolandwirt im uckermärkischen Wilmersdorf, und Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Thünen-Institut Rostock über das brisante Spannungsfeld, in dem sich Politik und Landwirte im Land und bundesweit bewegen. Fernsehmoderatorin Carla Kniestedt führte die Gesprächsrunde.

Spannende Themen

Im voll besetzten Saal kamen brisante Themen zur Sprache wie der massenhafte Landkauf durch große Unternehmen, das Sterben landwirtschaftlicher Betriebe, die großen Nachwuchssorgen der Landwirte bei der Übername von Betrieben beziehungsweise in der Ausbildung, oder die Ansprüche der Gesellschaft an eine Landwirtschaft, die das Wohl von Tieren und einen Ackerbau ohne belastende Pestizide im Blick hat.

Die Diskussion zeigte einmal mehr, dass viele Probleme in und mit der Landwirtschaft zwar bekannt sind, die Politik im Land, bundesweit oder auch in der Europäischen Union allerdings hinterherhinkt. Nicht zuletzt beschäftigte die Gesprächspartner die Frage, ob ökologischer Landbau zu 100 Prozent in der heutigen Zeit schon machbar ist. So wie diese blieben am Ende des Abends eine ganze Reihe von Fragen offen.

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