TOURISTENZIEL IM NORDOSTEN

Kunsthandwerkermarkt lockt in Thomsdorf

Der Markt am Rande der Uckermark hat sich längst zu einem begehrten Ziel für Besucher aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin entwickelt.
Heike Munser (links), Organisatorin des Thomsdorfer Kunsthandwerkermarktes, im Gespräch mit Ausstellerin Beatrix Sagner a
Heike Munser (links), Organisatorin des Thomsdorfer Kunsthandwerkermarktes, im Gespräch mit Ausstellerin Beatrix Sagner aus Boitzenburg. Ines Baumgartl
In diesem Jahr durfte der Kunsthandwerkerhof auch den Vorplatz für das Marktgeschehen mit nutzen.
In diesem Jahr durfte der Kunsthandwerkerhof auch den Vorplatz für das Marktgeschehen mit nutzen.
Das Interesse an den Ständen war sehr groß.
Das Interesse an den Ständen war sehr groß. Ines Baumgartl
Thomsdorf.

„Es ist Hauptsaison und spürbar, dass mehr Leute kommen“, sagte Anne Schattka-Steinbruch, die maßgeblich dazu beigetragen hat, dass dieses Kleinod am Rande der Uckermark, der Kunsthandwerkermarkt in Thomsdorf, ein begehrtes Touristenziel geblieben ist.

Kleine Veränderungen im Schatten von Corona fallen schon am Eingang ins Auge. „Die Gemeinde Boitzenburger Land das hat uns die Wiese vor dem Hof unentgeltlich zur Verfügung gestellt, damit die Stände ausreichend Abstand voneinander haben“, freute sich Heike Munser, seit 2019 Organisatorin der Thomsdorfer Märkte. „Mein Dankeschön geht auch an alle Kollegen, die mir helfen“, sagte die Malerin, die den Aufwand deutlich höher sieht als bei den unter ihrer Leitung in Annenwalde einmal jährlich durchgeführten Kunsthoffesten.

Regionale Angebote an 24 Ständen

Die Parkplätze müssen deutlich gekennzeichnet sein, damit keine Privatflächen in Mitleidenschaft gezogen werden. Schilder müssen aufgehängt, die Genehmigung beim Amt eingeholt, Flyer und Plakate gedruckt, für Musik und Puppenspiel gesorgt werden. Und schließlich auch die Aussteller aus allen Bereichen kunsthandwerklicher Arbeit unter den Bewerbern ausgewählt werden. An diesem Sonntag waren es 24 Stände von Ausstellern aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, an denen Keramik, Textiles, Lederwaren, Grafik, Schmuck, Metallkunst, Papier, Holz- und Buchbinderarbeiten feilgeboten wurden.

Beeindruckende Vielfalt

„Der Blaumacher aus Berlin“ Holger Starcken war mit seiner 400 Jahre alten Handwerkstechnik die Neuheit auf dem Thomsdorfer Markt. Die wasch- und lichtechten Blaudruckprodukte leuchteten weithin über den Hof und lockten viele Käufer. Ebenfalls erstmals in Thomsdorf und zugleich älteste Teilnehmerin an diesem Sonntag war die 79-jährige Brigitte Linow aus Boitzenburg. Vor etwa zwölf Jahren hatte sie mit dem Verkauf ihrer farbenfreudigen Häkelarbeiten begonnen. Auch Beatrix Sagner kam aus Boitzenburg. Täschchen in allen Größen, Baby-, Kinder- und Damenbekleidung aus Baumwolle bildeten das Sortiment der Rentnerin. Ebenfalls aus der Uckermark dabei waren Anschela Moya und Uwe Mack. Die Carmzower präsentierten Glasmalereien, kleine Kinderbücher und Metallkunst. Neben gediegenen Kerzenständern zogen dort die grazil geschwungene Drachenskulpturen Blicke auf sich.

 

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