SPENDENAUFRUF IN BOITZENBURG

▶ Fenster für Gropius-Kapelle ist aufgetaucht (mit Video)

Jahrelang war ein Dreiecksfenster der Gropius-Kapelle verschollen. Ein Neubrandenburger übergab dieser Tage das Bauelement an den Verein, der die Rote Kapelle wieder aufbauen möchte.
Carsten Frerich zeigt das wieder aufgetauchte, schmiedeeiserne Fensterdreieck, das sich einst über dem rechten, kleinen R
Carsten Frerich zeigt das wieder aufgetauchte, schmiedeeiserne Fensterdreieck, das sich einst über dem rechten, kleinen Rundfenster in der Bildmitte oben befand. Bernhardt Rengert
Ein kleines Stück vom Fensterglas blieb erhalten.
Ein kleines Stück vom Fensterglas blieb erhalten.
1986 wurde die Kapelle durch einen Baum zerstört
1986 wurde die Kapelle durch einen Baum zerstört Privat
Das Gewölbe ist inzwischen teilweise eingestürzt.
Das Gewölbe ist inzwischen teilweise eingestürzt.
Boitzenburg.

Im Juni 2016 hat sich der „Verein zum Wiederaufbau der Gropius-Kapelle Boitzenburg“ gegründet. Die Mitglieder um den Rosenower Architekten Carsten Frerich wollen die 1875 nach Plänen von Martin Gropius errichtete Rote Kapelle wieder aufbauen. Kein leichtes Ziel, denn die befindet sich in einem erbärmlichen Zustand.

 

 

 

 

Baum zerstörte das Dach der Roten Kapelle

1986 war bei einem Sturm ein Baum so unglücklich auf die Kapelle gefallen, dass er das Schieferdach samt Dachstuhl durchschlug und den filigranen Ziergiebel weitgehend zerstörte. Die Baumbeseitigung tat ein Übriges. Vieles von dem, was sich seit der Errichtung des roten Klinkerbauwerks an Ausstattung und Verzierungen noch erhalten hatte, verschwand seitdem. Erst 2001 erhielt die Ruine einen Zaun und ein provisorisches Notdach, um den weiteren Verfall zumindest zu verzögern, denn aufzuhalten schien er nicht. Doch es gibt neue Hoffnung.

Ein Dreiecksfenster soll noch in Bayern sein

Ein Anruf, der dieser Tage, vermittelt vom Klostermüller Martin Joost, aus Neubrandenburg kam, elektrisierte den Vereinsvorstand. „Da bot uns jemand eines der beiden geschmiedeten Dreieckfenster vom Giebel der Kapelle an“, erzählt er mit strahlendem Gesicht. „Eine Woche später hielten wir es in Händen, sogar mit Teilen der grünen und gelben Schmuckglasierung und einem Bleifragment.“ Auch das zweite Dreieckfenster gibt es noch, erfuhren sie – „es soll sich irgendwo in Bayern befinden.“ Parallel zur Spendensammlung geht die Suche weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt – „sowohl mit Hinweisen, mit Geld- als auch mit Sachspenden kann man uns unterstützen“, versichert der Vereinsvorsitzende – oder, wie es einst in der Kapelle stand: „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, dass man hofft und nicht zweifelt an dem, das man nicht sieht.“

 

 

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