REAKTION NACH DOKU-SOAP

Jetzt spricht unzufriedenes Ehepaar aus Prenzlau

Was ist aus den beiden Protagonisten der Doku-Soap „Vera unterwegs” aus Prenzlau geworden? Eine Spurensuche klärt Fragen auf.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Kai Horstmann Kai Horstmann
In einem Wohnviertel in Prenzlau haben wir die beiden Protagonisten aus dem RTL-Beitrag wieder gefunden.
In einem Wohnviertel in Prenzlau haben wir die beiden Protagonisten aus dem RTL-Beitrag wieder gefunden. Kai Horstmann
Im vergangenen Herbst war Vera Int-Veen für Dreharbeiten in Prenzlau.
Im vergangenen Herbst war Vera Int-Veen für Dreharbeiten in Prenzlau. Kai Horstmann
Prenzlau.

„Man sieht sie kaum.“ Diese Reaktion ist öfters zu hören, wenn man Anwohner und Nachbarn am Georg-Dreke-Ring in Prenzlau auf das Rentner-Ehepaar aus der RTL-Sendung anspricht, die jüngst Protagonisten der Doku-Soap „Vera unterwegs“ geworden sind. In der Sendung sprachen sie darüber, wie unwohl sie sich in ihrer Prenzlauer Wohnung fühlen, wohin sie vor zwei Jahren aus Armutsgründen gezogen waren – weit weg von ihren Familienangehörigen in Baden-Württemberg. RTL-Moderatorin Vera Int-Veen hatte dem Ehepaar versprochen ihnen zu helfen. Doch mit ihrer Botschaft vor Millionen von Fernsehzuschauern, wer in Prenzlau lebe, sei arm dran, hatte sie heftige Proteste ausgelöst.

Rentner-Ehepaar getroffen

Die beiden Eheleute aus Ludwigsburg bei Stuttgart wohnen immer noch in der Kreisstadt. Das Angebot, zurück nach Baden-Württemberg zu ziehen, konnten sie nicht wahrnehmen. Wie sich herausgestellt hat, ist das Paar lediglich innerhalb des Stadtviertels umgezogen. An zwei Tagen haben Reporter des Uckermark Kurier an der Wohnungstür des Ehepaares im Dreke-Ring geklingelt und geklopft. Am Freitagnachmittag machte Andrea dann tatsächlich die Tür auf.

Angebot ausgeschlagen

Eine angebotene Wohnung in Baden-Württemberg hätte das Ehepaar ausgeschlagen, weil sie in einem schlechten Zustand gewesen sei und seit langer Zeit nicht mehr renoviert worden war, sagte die Rentnerin. Zudem habe die Wohnung im dritten Stock gelegen und weil ihr Ehemann unter gesundheitlichen Problemen leide, sei diese Option ausgefallen. RTL habe dem Ehepaar aber in Aussicht gestellt, weiter nach einer Wohnung zu suchen.

Sehnsucht nach Familie bleibt

Statt in den Süden zog das Ehepaar deshalb innerhalb Prenzlaus um. An ihrer neuen Adresse im Prenzlauer Dreke-Ring hätten sie nun einen Mietvertrag über zwei Jahre abgeschlossen, berichtete Andrea. Die Pläne, nach Ablauf dieser Frist wieder in Richtung Süden, und damit näher zur Familie zu ziehen, bestünden indes weiterhin.

Nachbarn bemängeln fehlenden Kontakt

Es sei traurig, dass die beiden Rentner keinen Kontakt zu anderen im Haus hätten, meinte eine Nachbarin – ansonsten hätte man ja daran arbeiten können, dass die beiden ein besseres Bild von Prenzlau bekommen. Die meiste Zeit scheinen sich die beiden in ihrer Wohnung aufzuhalten. „Die siehst du knapp“, so der Kommentar der Nachbarin. Sie selbst wohne seit mehr als 20 Jahren in ihrer Wohnung am Dreke-Ring und fühle sich dort wohl.

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Prenzlau

zur Homepage

Kommentare (5)

Silber ist Gold.
Wen interessiert denn ob die Asozialen sich hier wohlfühlen oder nicht.
Sollen sie doch ihre fünf Bananenkartons zum Bahnhof tragen und sich Richtung BW verp***en!

... in den Spiegel bedeutet, dass man sich selbst sieht. Nur weil Sie eine asoziale Wortwahl haben, sind andere nicht asozial.

Und hatte auch in anderen Städten keine Probleme Kontakte zu knüpfen. Es zwingt die Herschaften niemand hier zu leben. Billigen Wohnraum gibt's auch im Westen der Republik.
Und wenn Sie meinen es sei normal aus Bananenkartons zu leben, dann frage ich mich warum Sie mich wegen meiner Wortwahl angreifen?
Wenn ich keinen Kontakt zu meinen Nachbarn wünsche, mich aber beschwere zu vereinsamen, bitte dann stehen mir sämtliche Wege offen zu gehen. Bis hier hat man es ja auch geschaft.

Nun ja, es heißt so spaßig "einmal Umziehen, ist wie dreimal abgebrannt." :-) Sie sind nun zum zweiten Mal, innerhalb der Ortschaft umgezogen. Das kostet doch auch. Wer wirklich arm ist.....da geht das so nicht. Es klingt doch auch irgendwie ein bisschen, nach Jammern auf hohem Niveau. Offensichtlich haben sie sich vorher nicht wirklich sachkundig gemacht, in welche Region sie ziehen, wie es da so mit der Mentalität der Bevölkerung bestellt ist. Wenn sie ihre Denkweise und ihr Verhalten nicht ändern bzw. anpassen, werden sie es nirgendwo gut finden. Ich habe sehr lange in BW leben müssen.....wenn es tatsächlich, von der Herkunft her, gebürtige Schwaben sind, dann wird das überall das Gleiche sein. Meine persönliche Erfahrung ist.....ich bin in über zwanzig Jahren mit Ihnen nicht warm geworden, sind sind schwierig zu handhaben. Wir Ostdeutschen waren stets unter uns, da wir uns auch nicht ständig bevormunden lassen wollten. :-):-)

Jemand behauptete, dass es weniger Touristen in der Uckermark geben würde, weil die in den Westen gehen würden. Das kann ich so nicht stehen lassen. Ferienbeginn und jede Menge fremde Kennzeichen...Sachsen, Bayern, NRW, BW....es wird ja auch ne Menge geboten für Kinder, Erwachsene und Senioren. Und es wird angenommen. Und einfach mal die Zahlen und Fakten ansehen: mehr Übernachtungen, mehr Tagesgäste....
Ich bin eine "Eingeborene", wohnte erst in der Nähe von Prenzlau und seit kurzer Zeit in der Stadt, habe allein durch meine Arbeit eine Menge Kontakte. Die Uckermärker sind manchmal ein Völkchen für sich...aber wenn man sie zu nehmen weiss, dann funktioniert es auch. Und auch die Senioren sind gut drauf. Da gibt es einen Verein der sich um die Stadt kümmert und der beim Neujahrsempfang auch mehrfach ausgezeichnet wurde, wer also Betätigung sucht....
Prenzlau ist eine tolle Stadt in der immer Sommer ist (klar wenn der Bürgermeister auch Sommer heisst)...und in der eine Menge vorwärts geht...manchmal dauerts auch länger....
Und ein Rat zum Schluss: Erst selbst Erfahrungen machen und dann meckern und nicht umgekehrt, sonst macht man nur böses Blut