SUCHAKTION

Jagdhündin aus Augustfelde noch immer verschollen

Eine große Suchaktion nach „Wanda“ endete am Sonnabend erfolglos in Augustfelde. Doch die Tierrettung Greifswald will die Hoffnung nicht aufgeben.
„Wanda“ ist seit Dienstagabend verschwunden.
„Wanda“ ist seit Dienstagabend verschwunden. Privat
Klaus Kraft von der Tiernotrettung Greifswald half mit seinen Hunden bei der Suche nach „Wanda“.
Klaus Kraft von der Tiernotrettung Greifswald half mit seinen Hunden bei der Suche nach „Wanda“. privat
Nordwestuckermark.

Als Sven Peck auf der Facebookseite des Nordkuriers den Beitrag über einen vermissten Jagdhund in Augustfelde (Nordwestuckermark) las, kontaktierte er Besitzer Stefan Teschke und bot ihm die Hilfe des Vereins „Tierrettung Greifswald” an. Seit Dienstag hatte Teschke verzweifelt nach „Wanda”, seiner jungen Coonhound-Hündin, gesucht. Sie war in einem unbemerkten Augenblick mit der Drahthaar-Dame „Herta” vom Hof entwischt. „Herta” fand nach gut einer Stunde nass und humpelnd den Weg zurück, von „Wanda” indes fehlte jedes Lebenszeichen. Stundenlang hat Teschke nach seiner Hündin gesucht.

Nun setzt er seine Hoffnung in das Angebot der Tierrettung Greifswald, ihm bei der Suche nach „Wanda” zu helfen. Nachdem ein geplanter Termin am Freitagabend wegen eines Notfalls kurzfristig abgesagt wurde, kam Klaus Kraft am Sonnabendmittag mit sechs Suchhunden nach Augustfelde. Die Suche nach „Wanda” begann am Sonnabend erfolgsversprechend. „Ein Hund hatte eine Spur gefunden, an einem frisch gedüngten Feld. Das war schon eine Leistung”, so Klaus Kraft. Dass sie auf den richtigen Weg sein könnten, bestätigte auch Stefan Teschke, denn als „Herta” am Dienstagabend zurückkam, habe sie nach Gülle gestunken.

Heiße Spuren verlieren sich wieder

„Leider haben wir dann die Spur verloren”, resümierte er den Einsatz. Erst am Nachmittag gelang es einem der Hunde, erneut eine Spur aufzunehmen. „Das Gebiet ist sehr groß, der Hund könnte überall sein”, schätzte Klaus Kraft ein. Auch wenn „Wanda” bisher nicht gefunden wurde, geht er davon aus, dass sie noch lebt. „Ich schließe fast aus, dass sie verletzt in diesem Gebiet liegt oder im Wasser ertrunken ist. Ich glaube, dass sie sich verlaufen hat. Sie hat ihre alte Spur nicht zurückgefunden.” Tierunfallsanitäter Klaus Kraft machte der Familie weiter Hoffnung. „Erst letztens haben wir einen Jagdhund gefunden, der sich 45 Kilometer entfernt hatte.”

Die beiden Männer vereinbarten, dass Teschke Schleppspuren zieht, um „Wanda” den richtigen Weg nach Hause zu weisen. Mit einer Hundedecke ist er noch am Sonnabendabend auf den bekannten Wegen gefahren, um Geruchspartikel zu verteilen. Auch ein Spaziergang mit den anderen zwei Hunden am Sonntag sollte dazu beitragen, dass – wenn „Wanda” den Weg kreuzt – auf die richtige Spur gebracht wird.

Ungewissheit quält Hundebesitzer

Da „Wanda” die Gegend kennt und schon mehrfach erkundet hat, ist es für ihn aber kaum zu glauben, dass sie sich verlaufen haben sollte. „Entweder ist ihr was passiert, oder jemand hat sie mitgenommen. Das schlimmste ist die Ungewissheit! Wanda ist unser sechster Hund. Noch nie war einer so lange verschwunden. Das nimmt uns auch psychisch ganz schön mit...”

Dankbar ist Stefan Teschke den Menschen, die ihre Hilfe angeboten haben und medial die Suche nach „Wanda” unterstützen. „Die Greifswalder Tierrettung ist eine tolle Sache. Darüber erfährt man viel zu wenig...” Sollte es in den nächsten Tagen eine Spur geben, dann wird der erfahrene Trailer wieder nach Augustfelde kommen.

Seit der vergangenen Woche hat der Verein im Übrigen alle bürokratischen Hürden überwunden, steht nun im Vereinsregister und hat auch ein Spendenkonto.

Telefon von Stefan Teschke: 0172 9471812

Tiernotrettung: 0151 21446269

 

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