Angela Merkels Mutter

Herlind Kasner wird in Templin beigesetzt

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt Abschied von ihrer verstorbenen Mutter Herlind Kasner. In der Templiner Maria-Magdalenen-Kirche wird der Verstorbenen gedacht.
dpa
Herlind Kasner, die am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorben war, wird im engsten Familienkreis beigesetzt.
Herlind Kasner, die am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorben war, wird im engsten Familienkreis beigesetzt. Gregor Fischer
0
SMS
Templin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt am Donnerstagnachmittag Abschied von ihrer verstorbenen Mutter Herlind Kasner. In ihrer Heimatstadt Templin in Nordbrandenburg wird Kasner, die am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorben war, im engsten Familienkreis beigesetzt. Auf dem nahen Friedhof fand bereits Merkels Vater Horst seine letzte Ruhestätte, der 2011 gestorben war.

In der Maria-Magdalenen-Kirche in der Stadt wird zuvor bei einem Trauergottesdienst der Verstorbenen gedacht. Angehörige, Freunde und Weggefährten werden erwartet. Bis zuletzt hatte die frühere Lehrerin in der Volkshochschule Englisch unterrichtet. In der Kirche wurde Merkel konfirmiert, 2011 nahm sie dort Abschied von ihrem Vater. Zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 trat Merkel vor die Kanzel und redete über die Bedeutung, Christ und Politiker zu sein.

Die Familie hatte im Vorfeld gebeten, auf Blumen und Kränze in Gedenken an die Verstorbene zu verzichten. Stattdessen wurden um Spenden für den Förderverein „Kirchlein im Grünen” in Alt Placht vor den Toren Templins gebeten. Merkels Vater hatte sich für den Wiederaufbau des Bauwerks inmitten alter Bäume eingesetzt.

In den Osten kam die Familie der Bundeskanzlerin 1954 aus Hamburg. 1957 ging es nach Templin, wo Vater Horst ein Pastoral-Kolleg aufbaute. Dort wurden zu DDR-Zeiten evangelische Pfarrer unterrichtet. Kanzlerin Merkel, die in Templin aufwuchs und Abitur machte, sagt immer wieder, dass die Stadt und die Menschen sie geprägt hätten. Sie hat dort bis heute ein Wochenendhäuschen.