Mini-Beete in der Küche
Gärtnern auf der Fensterbank liegt voll im Trend (Video)

Laura Vogel hat das Gärtnern für sich entdeckt. Auf ihrem Küchenfester zieht die Milmersdorferin Erdbeer-, Tomaten- und Chilipflanzen.
Laura Vogel hat das Gärtnern für sich entdeckt. Auf ihrem Küchenfester zieht die Milmersdorferin Erdbeer-, Tomaten- und Chilipflanzen.
Ivonne Hackbarth

Platz für Kräuter, Obst, Gemüse oder Blumen ist in der kleinsten Wohnung. Das beweisen unsere Leser, die ihre Vorliebe für die Pflanzenzucht in den eigenen vier Wänden entdeckt haben.

Gemüse muss nicht mehr vom Feld kommen, ein kleines Zimmer tut es auch. Das sogenannte „Indoor Gardening“, also das Drinnen-Gärtnern, ist ein Wohntrend, der auch in der Uckermark immer mehr Anhänger findet. Vor allem junge Leute suchen nach Alternativen, wenn sie keinen Garten haben und dennoch auf Marke Eigenanbau schwören. Und so finden sich in vielen Küchen oder Wohnzimmern inzwischen Mini-Hochbeete oder kleine Gewächshäuser, in denen Nutzpflanzen sprießen.

So wie bei Wilhelmine Markgraf, die ein 50 mal 30  Zentimeter großes Gewächshaus auf dem Küchenblock zu stehen hat. Die Neunjährige ist eine wahre Expertin, was das Drinnen-Gärtnern angeht. Auf der Fensterbank zieht sie zurzeit Gurken, zwei Sorten Kohlrabi, Blumenkohl und Salat in einem kleinen Anzuchtkasten vor. „Der Tomatensamen ist leider nicht aufgegangen“, bedauert die Wichmannsdorferin. Auch zwei Avocadokerne stehen zu Hause auf der Fensterbank in kleinen Gläsern, aus einem ist bereits eine drei Zentimeter lange Wurzel gewachsen.

Grünen Daumen bewiesen

Laura Vogel kann mit der Grundschülerin noch nicht mithalten, sie arbeitet aber fleißig an ihrem grünen Daumen. „Mir sind früher immer alle Pflanzen eingegangen, ich habe sie offensichtlich immer falsch gegossen. Aber jetzt habe ich mal Glück: Auf meiner Festerbank sprießen Erdbeeren, Tomaten und Chili“, freut sich die Milmersdorferin, die mit ihrem Partner Kevin Matzke von einem Haus mit Garten träumt. Dort sollen Töchterchen Enie (1) und Old English Buldog Spencer viel Platz zum Toben bekommen und die Krankenschwester für ihre Gemüse- und Blumenbeete. „Mein Opa Dieter Vogel in Templin ist ein wahrer Pflanzenexperte und wird mir viele Tipps geben“, ist sich die 23-Jährige sicher.

Auf der Facebook-Seite des Uckermark Kurier haben ebenfalls etliche Nutzer Fotos von ihrer Pflanzenzucht in den heimischen vier Wänden gepostet. Auf Silvio Sieberts Fensterbank steht gleich eine ganze Reihe kleiner Töpfe, ebenso wie bei Koko Ina. Robert Hopfinger präsentierte stolz seine Tomatenpflanzen und Antje Plötz ihre Melonensetzlinge.