ERNEUT GROßBRAND IN DER UCKERMARK

Feuer vernichtet Scheune mit Erntetechnik in Seehausen

Nach dem verheerenden Brand in einer Seniorenanlage in Templin vernichtete in der Nacht zu Dienstag ein Großfeuer eine Scheune in Seehausen.
Das Feuer war weithin über den Dächern von Seehausen am Oberuckersee sichtbar. Rund 120 Kameradinnen und Kameraden aus Freiwilligen Feuerwehren waren bei der Brandbekämpfung im Einsatz.
Das Feuer war weithin über den Dächern von Seehausen am Oberuckersee sichtbar. Rund 120 Kameradinnen und Kameraden aus Freiwilligen Feuerwehren waren bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Privat
Die mit Technik gefüllte Scheune brannte in der Nacht zu Dienstag bis auf die Grundmauern nieder. Die Dorfstraße in
Die mit Technik gefüllte Scheune brannte in der Nacht zu Dienstag bis auf die Grundmauern nieder. Die Dorfstraße in Seehausen war während des Einsatzes voll gesperrt. Feuerwehr Hohengüstow/Facebook
Seehausen.

Die uckermärkischen Einsatzkräfte waren in der Nacht vom 13. zum 14. Juli erneut bei der Bekämpfung eines Großfeuers gefordert. In Seehausen, Gemeinde Oberuckersee, stand eine circa 20 mal 40 Meter große Scheune lichterloh in Flammen. Über 120 Kameradinnen und Kameraden aus Freiwilligen Feuerwehren kämpften gegen das Feuer an. Unmittelbar neben der Scheune soll unter einem Schleppdach ein Mähdrescher gestanden haben, der – so wie zwei Hänger, die sich in der Scheune befanden – ausbrannte, schilderte Polizeisprecher Gerald Pillkuhn dem Uckermark Kurier. Die Dorfstraße war während der Löscharbeiten voll gesperrt. Durch den massiven Löschangriff habe ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude und weitere Anlagen verhindert werden können. Von verletzten Personen war bis Dienstagmorgen der Polizei nichts bekannt.

120 Helfer versorgt

Kurz nach 1 Uhr waren am Dienstag auch die Einsatzkräfte des DRK-Katastrophendienstes aus Melzow alarmiert worden, um die Versorgung der erschöpften Einsatzkräfte zu organisieren. Bereits eine halbe Stunde später war das Versorgungsteam mit kalten Getränken vor Ort. Warme Getränke und Bockwürste folgten. Insgesamt unterstützte das Melzower DRK-Team mit sechs Mann, schilderte Einsatzleiter Wolfgang Wernke. Dieser nutzte zugleich die Gelegenheit, um öffentlich Mario Amelang, der den Einkaufsmarkt in Warnitz betreibt, herzlich Danke zu sagen für dessen Unterstützung in solchen Notsituationen: „Wir können im Katastrophenfall Tag und Nacht auf seine Versorgungsvorräte zurückgreifen.”

Das Team des DRK Melzow gehörte mit elf Mann auch am 11. Juli zu jenen deutlich über 100 haupt- und ehrenamtlichen Helfern und Einsatzkräften, die im Zuge des Großbrandes in einer Templiner Seniorenwohnanlage Hilfe und Unterstützung leisteten. Dort war am Sonnabend ein Mensch ums Leben gekommen. Über 80 meist pflegebedürftige Bewohner mussten evakuiert werden.

Ursachen noch unbekannt

Zur Ursache des Großbrandes in der Nacht zu Dienstag in Seehauen gibt es – so wie zu dem Brand vom 11. Juli in Templin – derzeit noch keine belastbaren Aussagen, so Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Zeugen berichteten, dass das Feuer in Seehausen sich möglicherweise vom Mähdrescher aus ausgebreitet und dann auf die Scheune übergegriffen haben könnte. Doch bis jetzt sind dieses nur Spekulationen. Die Brandermittler sind angefordert.

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Kommentare (1)

Also, erstmal danke an alle Helfer fürs löschen!
Ich komme selber vom Dorf und war in der Freiwilligen Feuerwehr, aber der Beginn der Löscharbeiten war an Erbärmlichkeit und zeitlicher Inkompetenz nicht zu übertreffen!
Zu lange dauerte die Anfahrt zum Löschwasserteich und der Beginn war das absolute Chaos!
Zum Glück gab es keinen Personenschaden.