75. JAHRESTAG

Erinnerung an 8. Mai 1945 in Templin und Lychen

In Templin und Lychen gedachten viele Menschen der Opfer von Faschismus und Krieg. Damit sich das Leid nicht wiederholt, demonstrierten junge Leute.
Zu einer Demonstration gegen Faschismus und Nationalsozialismus kamen am Freitag in Templin rund 30 Jugendliche und junge Erwa
Zu einer Demonstration gegen Faschismus und Nationalsozialismus kamen am Freitag in Templin rund 30 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen. Horst Skoupy
In Templin wurde auch auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnert.
In Templin wurde auch auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnert. Michaela Kumkar
Elisabeth Springborn und ihr Bruder Florian Behrendt sowie Politiker der Stadt gedachten in Lychen am VVN-Denkmal der Opfer de
Elisabeth Springborn und ihr Bruder Florian Behrendt sowie Politiker der Stadt gedachten in Lychen am VVN-Denkmal der Opfer der Naziherrschaft. Horst Skoupy
Templin.

In Templin und Lychen haben Menschen am Freitag der Opfer von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und des Zweiten Weltkrieges gedacht. Sie erinnerten an den 8. Mai 1945, als alliierte Streitkräfte die deutsche Wehrmacht zur Kapitulation zwangen und damit zugleich das menschenverachtende faschistische Regime in Deutschland sein Ende fand.

Widerstand gegen Nazi-Ideologen

Weil die geistigen Erben der Nazi-Ideologie 75 Jahre danach aktiver denn je sind, gingen in Templin circa 30 junge Leute auf die Straße. Mit einer antifaschistischen Demonstration durch die Stadt wollten sie der Opfer von Faschismus und Krieg gedenken und zugleich ein Zeichen des Widerstands gegen rechtsgerichtete Parolen und Gewalt setzen. Schon am Vormittag hatten sich Bürger und Politiker auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof eingefunden. „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass in Erinnerung an das Kriegsende jeder Templiner und jeder Deutsche aus Überzeugung sagt: Nie wieder Krieg!“, sagte Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke).

Zeit des Friedens

Am Denkmal der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Lychen nahmen Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos) sowie Bürger und Politiker der Stadt den Jahrestag nicht nur zum Anlass, um der Opfer von Faschismus und Krieg zu gedenken. Mit dem 8. Mai 1945 seien auch 75 Jahre Frieden in Deutschland und Europa verbunden, erinnerte die Lychenerin Elisabeth Springborn. „Ich bin jetzt fast 70 Jahre. Ich bin so dankbar, dass ich im Frieden aufwachsen konnte“, sagte sie. Genau das wünscht sie sich für ihre Kinder und Enkel. Um zu verhindern, dass jemals wieder ein Naziregime die Macht ergreift, liege es in der Verantwortung der heute lebenden Generationen, gegen rechte Parolen aufzubegehren, sagte Elisabeth Springborn.

 

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Kommentare (2)

Wissen diese 30 Jungen Leute den auch was nach 1945 war? Wissen Sie wie viel Deutsche danach ermordet wurden? Wissen Sie wie viel Frauen vergewaltigt wurden? Oder sind diese 30 auf der Straße weil sie da immer sind??

Sie stellen die Motivation der Demonstranten in Frage, ohne einen Grund zu nennen.