SAUBERE KREISSTADT

Ehrenamtliche Helfer halten Prenzlau sauber

Hat Prenzlau ein Müll-Problem? Nein, sagt Eckhard Kroll – aber nur, weil es Menschen gibt, die in der Freizeit den Dreck wegräumen.
Benedikt Dittrich Benedikt Dittrich
Der Pavillon am Unteruckersee hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt – doch die Scheiben wurden schon wenige Wochen nach der Eröffnung eingeschlagen. Bastler Eckhard Kroll sammelt dort jede Woche die Plastik, Pizzakartons und Kronkorken.
Der Pavillon am Unteruckersee hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt – doch die Scheiben wurden schon wenige Wochen nach der Eröffnung eingeschlagen. Bastler Eckhard Kroll sammelt dort jede Woche die Plastik, Pizzakartons und Kronkorken. Konstantin Kraft
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Prenzlau.

Viele kleine und große Dinge in der Stadt hat Eckhard Kroll gebaut, gebastelt, gestaltet. Der Pavillon an der Uckerpromenade gehört dazu. Es ist eine der Stellen, wo er auch regelmäßig Müll sammelt. Würde es die ehrenamtlichen Müllsammler nicht geben, würde die Stadt im Müll versinken, glaubt er.

Kritik an Kommunalpolitikern

Deswegen ärgert er sich so über die Aussagen einiger Politiker, dass es in Prenzlau kein Müll-Problem gibt. Er fordert härtere Strafen für Sünder und fordert außerdem Politiker wie Thomas Richter (Wir Prenzlauer) auf, zusammen mit ihm auf Tour zu gehen.

Müllsünder zeigen sich oft uneinsichtig

Ansprechen, darauf hinweisen, das würde kaum helfen, meint Kroll, der nach eigenen Angaben zusammen mit anderen aktiven Senioren in den vergangenen Jahren einige tausend Müllsäcke voll gesammelt hat. Im Grunde sollte man Einweg-Verpackungen ganz verbieten, überlegt Kroll, der regelmäßig Pizza-Kartons, Mc-Donalds-Tüten und Einweg-Grills von den Grünflächen der Stadt sammelt. Die Sünder drauf ansprechen? Das hat der Senior inzwischen aufgegeben.

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