IM SCHATTEN DER CORONA-PANDEMIE

Demo für Recht auf Meinungsfreiheit in Prenzlau

Vier Frauen haben in Prenzlau eine Demo der anderen Art inszeniert. Eine ihrer Forderungen: „Virologen aller Länder vereinigt Euch”.
Am 30. Mai fanden sich Bürgerinnen und Bürger an der Prenzlauer Uckerpromenade zusammen, um über das Recht auf
Am 30. Mai fanden sich Bürgerinnen und Bürger an der Prenzlauer Uckerpromenade zusammen, um über das Recht auf Meinungsfreiheit im Schatten der Corona-Pandemie ins Gespräch zu kommen. Heiko Schulze
Vier Frauen haben die Veranstaltung als Privatpersonen angemeldet. Sie wollen unabhängig von ihren beruflichen Hintergr&u
Vier Frauen haben die Veranstaltung als Privatpersonen angemeldet. Sie wollen unabhängig von ihren beruflichen Hintergründen das Augenmerk auf Verhältnismäßigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Würde in Zeiten der Corona-Krise lenken. Heiko Schulze
Eine Demo der anderen Art mit Meinungsaustausch, internationalen Friedensliedern und der ergebnisoffenen Suche nach Antworten.
Eine Demo der anderen Art mit Meinungsaustausch, internationalen Friedensliedern und der ergebnisoffenen Suche nach Antworten. Heiko Schulze
Prenzlau.

„Wer kann sich von uns hinstellen und behaupten: So ist es und nicht anders? Wer weiß tatschächlich, was richtig ist und was falsch?” Zwei Fragen die vier Uckermärkerinnen unter anderen dazu bewogen haben, im Schatten der Corona-Pandemie am 30. Mai zur Demonstration „Recht auf Meinungsfreiheit” aufzurufen. „Unabhängig von politischen Intentionen oder von unseren Berufen sind wir in großer Sorge um die Bewahrung unserer Grundrechte”, schildert Doreen Mechsner als Pressesprecherin der Gruppe.

Ängsten begegnen

Sind die Einschränkungen der vergangenen Wochen und Monate überhaupt verhältnismäßig? Wie steht es mit der Eigenverantwortlichkeit der Bürger, mit der Würde jedes Einzelnen? Es gäbe viele Ansätze, über die man auf dem Wege dieser Demo der anderen Art, die eher einer öffentlichen, ungezwungenen Diskussionsplattform gleiche, ins Gespräch kommen wolle, um Meinungen auszutauschen, Ängsten zu begegnen.

Mit Zahlen bombardiert

„Es ist doch so, dass wir mit Zahlen bombardiert werden, aus denen dann auch noch Fachleute konträre Schlüsse ziehen. Warum wird dennoch von den Regierung nur 'auf ein Pferd gesetzt', statt Abwägungen, Alternativen zuzulassen”, fragt Sandra Rösler als eine der Mitorganisatoren. Die Gefahr, dabei als Bürger manipuliert zu werden, sei groß. Darüber müsse man offen reden können, ohne zum „Verschwörungstheoretiker” abgestempelt zu werden. „Wir haben Zweifel an der offiziellen Auslegung der Zahlen”, „Wir sind ganz normale Bürger, die sich ihre Gedanken machen” – war auf den Transparenten zu lesen.

Verhaltenes Interesse

Dennoch blieb der Kreis, der den offenen Austausch suchte, zumindest an diesem Nachmittag weitgehend unter sich. Nur wenige Passanten blieben an der Prenzlauer Uckerpromenade stehen, um sich über Fragen wie jener auszutauschen: „Was soll bleiben, was soll sich verändern?”.

 

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Kommentare (3)

Kurze Nachfrage an die Damen.

Wurden sie für ihre Aussagen die sie getroffen haben irgendwie belangt?

Falls Nein -> Genau das ist Meinungsfreiheit. Sie dürfen sagen was sie möchten.

Was sagt uns das?
Die Meinungsfreiheit ist nach wie vor vorhanden. Da wir in einer Demokratie leben.

Anders ausgedrückt.
Geht dafür auf die Straße das mehr Lohn gezahlt wird. Geht gegen Soziale Missstände auf die Straße. Geht gegen Miethaie auf die Straße.

Für was ihr nicht auf die Straße gehen braucht.
Meinungsfreiheit. Die ist nach wie vor da. Es sei denn es sind Strafrechtlich Relevante Inhalte. Dann gibt es Gott sei Dank keine Meinungsfreiheit.

Genauso wie mein Vorposter es geschrieben hat, wofür war diese Demo nun genau? Meinungsfreiheit haben wir und deswegen ist das was die vier Frauen dort gemacht haben einfach Wichtigtuerei und albern.

Politik wird immer mit ExpertInnen und Zahlen gemacht, selten können Laien alles genauso gut durchblicken. Wir können es natürlich nachprüfen und unseren Senf (Meinung) dazu geben. Das haben sie getan. Und noch etwas: so sehen Demos ohne Nazis aus. Anders als die Kalbitzdemo der JA am 16.05.2020 auf dem Marktberg.