FREIZEITSPORT

Beim Joggen am Uckersee fällt Unternehmerin wichtige Entscheidungen

Zwei Kinder und eine eigene Praxis: Zu viel Freizeit hat Katrin Ulrich sicher nicht. Trotzdem nimmt sich die Prenzlauerin Auszeiten zum Sporteln.
Katrin Ulrich liebt die Strecke zwischen den Weißen Bergen und der Fischerstraße in Prenzlau, wo ihre Eltern leben
Katrin Ulrich liebt die Strecke zwischen den Weißen Bergen und der Fischerstraße in Prenzlau, wo ihre Eltern leben. privat
Prenzlau.

Katrin Ulrich ist mit 38 noch fit wie ein Turnschuh. Das dürfte daran liegen, dass die zweifache Mutter fast täglich in ihre Laufschuhe schlüpft. Am letzten Wochenende erst ist die Physiotherapeutin ausgiebig am Unteruckersee gejoggt. Die gebürtige Prenzlauerin war nach langer Coronapause wieder daheim bei den Eltern und hatte selbstverständlich ihr Sportzeug dabei. „Laufen macht süchtig”, gesteht die Unternehmerin ein. Noch vor fünf Jahren hätte sie über so einen Spruch gelacht. „Doch dann hat es klick gemacht”, erinnert sich die seit 15 Jahren in Lüneburg ebende Selbstständige. Nach und nach habe sie ihre Fitness gesteigert, erzählt Katrin Ulrich im Gespräch mit dem Uckermark Kurier. „Viele machen am Anfang den Fehler, zu schnell sein zu wollen und sich zu hohe Ziele zu stecken”, erklärt die Fachfrau: „Doch dann drohen Rückschläge und Enttäuschungen, mit der Folge, dass man die Lust verliert.”

Gern in Prenzlau

Sie sei es langsam angegangen und werde heute dafür belohnt, freut sich die Mutter eines siebenjährigen Mädchens und eines Teenie-Jungen. Die beiden Kids haben übrigens großen Anteil daran, dass die Laufstrecken oft in der Uckermark liegen. „Sie vermissen ihre Großeltern und drängeln, dass wir nach Prenzlau fahren”, klärt Katrin Ulrich auf. Doch eigentlich müsse man sie für solche Heimfahrten auch gar nicht groß betteln, setzt die Läuferin erklärend hinzu. Obwohl sie über vier Stunden Autofahrt von ihrer alten Heimat trennen, nimmt die Familie die Strapazen gern in Kauf, „weil wir super gern hier sind.” Ihre Idee, an den Weißen Bergen auch für den Halbmarathon in Hamburg zu trainieren, hat sie sich leider aus dem Kopf schlagen müssen. Das Laufevent wurde coronabedingt abgesagt.

Sportlicher Ausgleich

„Schade, schade, hier wollte ich doch meine erste Medaille holen”, wirft Katrin Ulrich scherzend ein. Aber dann eben nächstes Jahr. Bis dahin genießt die Hobbysportlerin einfach nur, den Kopf beim Laufen frei zu kriegen. „Man kann dabei so wunderbar abschalten.” Aber auch über Probleme denke sie am liebsten in Bewegung nach: „Da fallen mir Entscheidungen leichter.” Als die Frage stand, hochschwanger eine eigene Praxis zu übernehmen, gehörte sie zwar noch nicht zur Läuferschar. Die richtige Wahl habe sie trotzdem getroffen, bilanziert die Wahl-Niedersächsin acht Jahre später. Doch die Zusatzbelastung durch die Firma habe später einmal mehr nach einem sportlichen Ausgleich verlangt. Vier- bis fünfmal die Woche schöpft die junge Frau mittlerweile beim Laufen Kraft für Familie und Job. „Ich gehöre zu den ganz Krassen, die selbst am Sonntag freiwillig um 5 Uhr aufstehen, weil ich am liebsten ganz früh starte”, verrät Katrin Ulrich. Das liebste Laufwetter habe bei ihr übrigens 13 Grad und leichten Nieselregen. Damit werden die Pfingstfeiertage leider nicht dienen können. Da prophezeien die Meteorologen wärmenden Sonnenschein.

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