SCHMÖLLNER DILEMMA

Bäcker bleibt auf Ware sitzen

Brot und Kuchen aus Schmölln eilt ein guter Ruf voraus. Warum die Regale am Sonnabend trotzdem nicht leer wurden, kann die Firma leider nur vermuten.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Sogar Torten waren noch übrig.
Sogar Torten waren noch übrig. Claudia Marsal
Auch der Trödelkram draußen blieb stehen.
Auch der Trödelkram draußen blieb stehen. Claudia Marsal
Schmölln.

Wie man‘s macht, macht man‘s falsch – das wird sich am Sonnabend vermutlich auch der Schmöllner Bäcker gedacht haben. Eigens für den Hofflohmarkt des Dorfes blieb der Laden extralange geöffnet. Die Regale und Vitrinen waren gut gefüllt mit Broten, Brötchen, Kuchen und Torten. Meister Alexander Lüdtke hatte sein Bestes gegeben, um zu diesem Anlass ein breites Sortiment anzubieten. „Beim Hofflohmarkt 2018 sind uns die Leute den Laden eingerannt“, erinnert sich Mutter Viola Lüdtke zurück. Diesmal lief der Verkauf bedauerlicherweise schlecht. Abgesehen von den Wochenendstammkunden aus der Umgebung verirrten sich nur wenige Auswärtige nach Schmölln.

Zu viele Veranstaltungen

Der traditionelle Hofflohmarkt scheint an Popularität eingebüßt zu haben. Das könnte daran liegen, dass in letzter Zeit viele Orte auf den Zug aufgesprungen sind. Am 1. Mai erst war im benachbarten Grünow die Hölle los.

Die Landbäckerei Börner an der Dorfstraße gibt es übrigens seit 121 Jahren. Heute führen Gründer Eduard Börners Urenkelin Viola und ihr Sohn Alexander das Unternehmen. 1934 hatte Violas Großvater Max Börner die Bäckerei von Eduard übernommen.

Oma sprang ein

Weil dieser später nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückkam, lenkte Oma Gerda mit Hilfe eines Prenzlauer Bäckers die Geschicke.

1958 folgten dann Violas Eltern Horst und Ursel. Danach wurde zum Glück ihr Sohn Alexander Bäcker, selbstverständlich angelernt von Opa Horst.

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