VOGELSCHUTZ

Auffangstation für Greifvögel geschlossen

Greifvögel sind die Leidenschaft von Familie Rindt. Doch ihre Auffangstation, in der sie ehrenamtlich verletzten Tieren geholfen hat, ist zu.
Familien aus Prenzlau nutzen das Angebot mit dem Falkner Ralf Rindt und seinem Uhu „Thor“ auf Wanderschaft zu gehe
Familien aus Prenzlau nutzen das Angebot mit dem Falkner Ralf Rindt und seinem Uhu „Thor“ auf Wanderschaft zu gehen. Bernhardt Rengert
Wie breit sind die Flügel eines Uhu?
Wie breit sind die Flügel eines Uhu? Bernhardt Rengert
Ralf Rindt mit „Thor” vor der Uckerwelle in Prenzlau.
Ralf Rindt mit „Thor” vor der Uckerwelle in Prenzlau. Bernhardt Rengert
„Thor” in Aktion.
„Thor” in Aktion. Bernhardt Rengert
Ralf Rindt mit „Thor”.
Ralf Rindt mit „Thor”. Bernhardt Rengert
Szenenbild mit „Thor” aus dem Werbestreifen der Uckermärkischen Bühnen zum Musical „Till Eulenspie
Szenenbild mit „Thor” aus dem Werbestreifen der Uckermärkischen Bühnen zum Musical „Till Eulenspiegel”. Screen
Chris aus Boitzenburg hatte keine Angst vor „Thor”.
Chris aus Boitzenburg hatte keine Angst vor „Thor”. Bernhardt Rengert
Prenzlau.

Seit 2007 setzen sich Sybille und Ralf Rindt für den Naturschutz und speziell für Greifvögel in der Uckermark ein. Der 57-Jährige absolvierte eine Falknerausbildung und baute zusammen mit seiner Frau (56) aus eigenen Mitteln eine Auffangstation auf. Ziel war es, Greifvögel aufzupäppeln, um sie wieder auszuwildern. Das ist seit September 2019 nicht mehr möglich. Der Grundstücksinhaber, von dem die Rindts ein Stück Land für ihre 25 Bienenvölker zur Verfügung gestellt bekamen, hatte ohne Vorankündigung die seit zwei Jahren geöffnete Auffangstation geschlossen und die Bauten entsorgt. „Wir wissen den Grund bis heute nicht“, so Ralf Rindt. „Auf Anrufe reagiert er nicht.“

Unterstützung vom Veterinäramt

Doch die Rindts wollen nicht aufgeben. Sie haben in all den Jahren viel Zeit und Geld investiert. „Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Es muss und es wird weitergehen, wir hoffen auf ein neues Grundstück, um unsere Arbeit weiterzuführen. Das Veterinäramt in Angermünde unterstützt uns dabei.”

Entlastung für zwei weitere Auffangstationen

Rund 80 verletzten Tieren konnten die Vogelschützer in all den Jahren helfen. Zumeist „leichte Fälle“ mit Gehirnerschütterung, verklebtem Gefieder oder Jungtiere, die aus dem Nest gefallen waren. Ralf Rindt schätzt, dass für rund 250 Tiere jede Hilfe zu spät kam. Die „schweren Fälle“ werden in der Berliner Charité oder in einer Tierklinik in Rostock behandelt und kommen dann in Auffangstationen nach Wolgast oder Himmelpfort. „Wir haben die beiden Auffangstationen mit unserer ehrenamtlichen Arbeit entlastet.“

 

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