RESTAURIERUNG

▶️ Alte Kirchturmuhr in Kuhz gibt Geschichte preis (mit Video)

Enthusiasten in Kuhz, Gemeinde Boitzenburger Land, hauchen einer alten Turmuhr wieder neues Leben ein. Das ist alles andere als einfach.
Das alte Uhrwerk ist so groß wie der siebenjährige Leonhard.
Das alte Uhrwerk ist so groß wie der siebenjährige Leonhard. Bernhardt Rengert
Hoch oben am Kirchturm ist das Zifferblatt des alten Zeitmessers gut zu sehen.
Hoch oben am Kirchturm ist das Zifferblatt des alten Zeitmessers gut zu sehen. Bernhardt Rengert
Jedes Teil muss zunächst gründlich gereinigt und gerichtet, einiges ergänzt und manches auch vollständig e
Jedes Teil muss zunächst gründlich gereinigt und gerichtet, einiges ergänzt und manches auch vollständig erneuert werden. Da werden viele Hände gebraucht. Bernhardt Rengert
Dirk Reichstein mit Sohn Leonhard am Zifferblatt
Dirk Reichstein mit Sohn Leonhard am Zifferblatt Bernhardt Rengert
Das neue Zifferblatt füllt genau ein Gefach aus.
Das neue Zifferblatt füllt genau ein Gefach aus. Bernhardt Rengert
Eine ausgetüftelte, von Hand geschmiedete Mechanik steckt im Uhrwerk.
Eine ausgetüftelte, von Hand geschmiedete Mechanik steckt im Uhrwerk. Bernhardt Rengert
Kinderleicht lässt sich die Mechanik inzwischen schon wieder bewegen.
Kinderleicht lässt sich die Mechanik inzwischen schon wieder bewegen. Bernhardt Rengert
In luftiger Höhe hängt in Kuhz ein prächtiges Zifferblatt.
In luftiger Höhe hängt in Kuhz ein prächtiges Zifferblatt. Bernhardt Rengert
Leonhard hilft seinem Vater Dirk Reichstein gern.
Leonhard hilft seinem Vater Dirk Reichstein gern. Bernhardt Rengert
Kaum zu Glauben, aber das sind die Überreste der letzten Kuhzer Turmuhr.
Kaum zu Glauben, aber das sind die Überreste der letzten Kuhzer Turmuhr. Bernhardt Rengert
Mächtige Balken im Kuhzer Kirchturm
Mächtige Balken im Kuhzer Kirchturm Bernhardt Rengert
Dirk Reichstein kennt inzwischen jedes Teil und seine Funktion genau.
Dirk Reichstein kennt inzwischen jedes Teil und seine Funktion genau. Bernhardt Rengert
Solide Handwerkskunst – rustikal und dennoch durchdacht bis ins kleineste Detail.
Solide Handwerkskunst – rustikal und dennoch durchdacht bis ins kleineste Detail. Bernhardt Rengert
Jedes Teil muss zunächst gründlich gereinigt und gerichtet, einiges ergänzt und manches auch vollständig e
Jedes Teil muss zunächst gründlich gereinigt und gerichtet, einiges ergänzt und manches auch vollständig erneuert werden. Da werden viele Hände gebraucht. Bernhardt Rengert
Mit Pappdummis in Originalgröße wurden die perfekte Größen fürs Zifferblatt ermittelt.
Mit Pappdummis in Originalgröße wurden die perfekte Größen fürs Zifferblatt ermittelt. Bernhardt Rengert
Die Glocke wartet noch auf den Halb- und Stundenschlag der Uhr.
Die Glocke wartet noch auf den Halb- und Stundenschlag der Uhr. Bernhardt Rengert
Boitzenburger Land.

Seit einigen Wochen schon hat der Fachwerkturm der Kuhzer Kirche wieder eine Uhr. Von winzigen LED-Lampen beleuchtet, strahlt das Zifferblatt und leuchten die beiden Zeiger in den dunklen Winternächten ganz besonders schön. Aber sie tickt nicht – zumindest „noch nicht“, erklärt Dirk Reichstein. Gut Ding will eben Weile haben und in diesem Falle überspannt diese schon einige Jahre. „Was möglich ist, machen wir selber“, versichert er. Man spürt förmlich seine Faszination für jedes einzelne Teil der Mechanik, wenn er die Funktionsweise des alten, geschmiedeten Uhrwerks erläutert, das noch immer in seiner Werkstatt steht.

[Video]

 

Als er es vor Jahren in einer Ecke des Gerswalder Kirchturms entdeckte, war es nur ein unförmiger Haufen Schrott. Inzwischen ist alles gereinigt, sind neue Buchsen gedreht, Zahnräder erneuert und etliche Einzelteile wieder an ihren ursprünglichen Platz gebracht. Aber einiges fehlt noch, manches muss sogar vollständig ersetzt werden. Und das kostet Zeit und Geld. Beides ist bei einem ehrenamtlichen Projekt wie diesem, das sich zudem ausschließlich aus Spenden finanziert, nicht so leicht zu haben.

Restaurierung der Uhr ein umfassendes Projekt

„Mit dem Zifferblatt am Turm wollten wir auch ein sichtbares Zeichen setzten, dass es weiter geht“, erklärt Reichstein. Selbst das war gar nicht so einfach. Obwohl auch im Kuhzer Kirchturm noch Rudimente einer Vorgängeruhr liegen, war im freistehenden Balkenwerk darüber kein Platz mehr für sie und auch kein passendes Geläut mehr vorhanden. „Eine Glocke, vermutlich von 1746, haben wir aus Friedenfelde bekommen“, erzählt Reichstein, „sie soll tagsüber jeweils einmal die halbe und volle Stunde schlagen.“ Nach Abschluss aller Instandsetzungsarbeiten soll dann in Kuhz der Strom helfen, den Zeitmesser wieder in Gang zu setzen. Doch das alte Uhrwerk wird über ein Gestänge und Kegelräder für Jedermann sichtbar wieder die Zeiger bewegen.

Wer helfen möchte, sollte sich an den „Dorfkiche Kuhz e.V.“ oder direkt an Dirk Reichstein wenden. „Jede Unterstützung, die unser Projekt voranbringt ist uns willkommen“, versichert er.

Telefon: 0175 5076535

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