Radikale Abspeckmethode
100 Kilo-Mann zieht die Notbremse

Fasten-Profi Franz Roge
Fasten-Profi Franz Roge.
Claudia Marsal

Seit einem halben Jahr zieht Franz Roge aus Rittgarten eine radikale Methode durch, um abzunehmen. Der 67-Jährige hat damit angefangen, weil er um seine Gesundheit fürchtete.

Bis letztes Jahr hat sich Franz Roge keine Gedanken um sein Gewicht gemacht. „Ein paar Kilo weniger wären immer schön gewesen”, denkt der freiberufliche Fotograf zurück: „Aber ich empfand mein Übergewicht nie als dramatisch.” Das änderte sich erst nach dem letzten All Inklusive-Urlaub in der Türkei.

Nach seiner Heimkehr zeigte die Waage nämlich plötzlich hundert Kilo an. „Ich bin vor Schreck fast umgekippt. So viel hatte ich noch nie auf den Rippen.” Nach eingehender Beschäftigung mit dem Thema Diät entschied sich der Rittgartener für das so genannte Intervallfasten.

16-stündige Pausen

„Dieses Modell erschien mir am kompatibelsten mit meinen Alltagsgewohnheiten zu sein”, führt der Uckermärker zur Begründung an. Seit nunmehr sechs Monaten achtet Franz Roge strikt darauf, pro Tag eine mehr als 16-stündige Essenpause einzulegen. In der Regel ist es das Frühstück, auf das der Inhaber der idw-Bildagentur verzichtet. Die letzte Mahlzeit des Tages nimmt der Mann aus Rittgarten meist gegen 19 Uhr abends ein, die nächste dann erst wieder mittags. Darüber hinaus versagt sich der Opa von sieben Enkeln aber nichts, wie er schnell versichert. „Hätte mir jemand gesagt, dass ich des Fastens wegen auf Steak oder Bier verzichten muss, wäre das Ganze nicht in Frage gekommen.”

Bei 85 Kilo eingepegelt

Erfolg hat der 67-Jährige trotzdem gehabt. Und zwar superschnell. Innerhalb eines halben Jahres purzelten die Kilos nur so. Doch irgendwann pegelte sich der Stand dann ein. Aktuell bleibt der Zeiger der Waage so bei 85 Kilo stehen. Ihm hat das Abspecken nicht nur weniger Gewicht gebracht. „Ich fühle mich viel fitter und belastbarer, außerdem schlafe ich wieder gut.”

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"In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen." Deshalb liess Voltaire folgendes für die Nachwelt:"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein."