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Zweitwohnungssteuer

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Viele Templiner lehnen neue Steuer ab

Die Stadt Templin denkt nach einem gescheiterten Anlauf 2015 erneut über eine Zweitwohnungssteuer nach. Berufspendler sollen nach dem Satzungsentwurf davon ausgenommen werden.
Die Stadt Templin denkt nach einem gescheiterten Anlauf 2015 erneut über eine Zweitwohnungssteuer nach. Berufspendler sollen nach dem Satzungsentwurf davon ausgenommen werden.
Jens Schierenbeck

In der Kurstadt Templin wird überlegt, auf Zweitwohnungen eine Steuer zu erheben. Dagegen läuft der Verband der Kleingärtner Sturm.

Im Auftrag der Stadtverordneten hat die Stadtverwaltung Templin jetzt einen Satzungsentwurf für eine Zweitwohnungssteuer vorgelegt. Zusätzliche Erträge sollen so erwirtschaftet werden. In der Stadt herrscht Wohnungsmangel. Die Steuer könnte zwischen 5,71 und 3,46 Euro liegen und soll für alle Wohnungen eingezogen werden, die größer als 23 Quadratmeter sind, zum Wohnen und Schlafen geeignet sind und über Wasser- und Energieanschluss verfügen.

Ausnahme für Kleingärtner gefordert

Der Kreisverband der Kleingärtner läuft dagegen Sturm. Betroffen wären auch Kleingärtner, die ihre Lauben zu DDR-Zeiten – legal – bis zu 30 oder 40 Quadratmeter groß gebaut hatten. Die Kleingartenvereine in der Stadt befürchten Leerstand in ihren Anlagen, wenn nicht auch Kleingärtner mit Bestandsschutz nach Bundeskleingartengesetz von der Steuerpflicht ausgenommen werden.

Im Finanzausschuss bekam der Entwurf schon mal keine Mehrheit. Auch mit Blick darauf, dass man froh sei, dass sich Berliner in den ländlichen Ortsteilen ansiedelten und Häuser in Schuss hielten.