Podiumsdiskussion
Landwirtschaft im Kreuzfeuer

Die Grünen-Politikerin Regine Kik schlug vor, statt der Konfrontation das Gespräch mit den Landwirten zu suchen.
Die Grünen-Politikerin Regine Kik schlug vor, statt der Konfrontation das Gespräch mit den Landwirten zu suchen.
Horst Skoupy

Immer mehr Menschen ist es nicht egal, wie Bauern rund um Templin wirtschaften. Bei einem Forum des Ökofilmfestivals standen Landwirte in der Kritik.

Glyphosat, riesige Legehennenanlagen, industrielle Agrarproduktion – wie stark diese Themen Bürger aus der Region beschäftigen, zeigte die Resonanz auf eine Podiumsdiskussion am Donnerstagabend im Multikulturellen Centrum Templin. Gut 200 Menschen verfolgten die zum Teil leidenschaftlich geführte Debatte. Vor allem Mitglieder der Bürgerinitiative Eselshütt, die sich gegen die geplante Legehennenanlage mit knapp 40 000 Tieren eines Jakobshagener Landwirts wehrt, sorgten für Zündstoff in der Diskussion mit Landwirten aus Templin und Jakobshagen. Harte Kritik mussten sich die Bauern zum Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat anhören.

Beklemmende Dokumentation

Eine Einführung in die Problematik bot zunächst der Dokumentarfilm „Bauer unser”. Darin deckt Regisseur Robert Schabus schonungslos die Zwänge auf, denen Landwirte am Markt ausgesetzt sind, gibt Einblicke in die Folgen einer globalen Agrar- und Handelswirtschaft, zeigt aber auch Alternativen auf. Dieser Film gehört zu den Angeboten des 13. Festivals Ökofilmtour 2018, dessen Leiter Ernst-Alfred Müller die Podiumsdiskussion moderierte.