Wassertourismus

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Kurstadt will Stadthafen erneuern

So sieht der Stadthafen von Templin heute aus.
So sieht der Stadthafen von Templin heute aus.
Sigrid Werner

Templin denkt über eine Modernisierung seiner Marina nach. Die Stadt will die Zeit nutzen, in der die Kannenburger Schleuse erneuert wird.

Die Stadt Templin will die Schließzeit der Kannenburger Schleuse nutzen, um ihren Stadthafen auf Vordermann zu bringen. In Vorbereitung dessen hat sie sich einen Fachmann an die Seite geholt. In dieser Woche stellte Professor Dr. Heiner Haass von der Deutschen Marina Consult, Professor für maritimen Tourismus an der Hochschule Anhalt, die Ergebnisse seiner Bedarfsanalyse für den Wassertourismus in Templin vor. Demnach muss der Stadthafen am Eichwerder modernisiert und heutigen Sicherheits- und Servicestandards angepasst werden.

Moderate Erweiterung der Gastliegeplätze

Eine Erweiterung der Gastliegeplätze soll moderat erfolgen. Wenn künftig 60 bis 70 Prozent der in Kannenburg geschleusten Boote im Stadthafen vor Anker gehen, bestünde in den Sommermonaten ein Bedarf an 32 Gastliegeplätzen.

Hohe Investitionen erforderlich

2017 hatten am Eichwerder an Saison-Wochenenden im Schnitt 27 Gastboote pro Tag angelegt. Für die Erneuerung des Stadthafens rechnet der Tourismusexperte mit einem Investitionsvolumen von brutto mehr als 730 000 Euro. Darin eingeschlossen wären moderne eisbruchsichere Betonschwimmstege für Gastboote (40) und Dauerlieger, Slipanlage, Funktionsgebäude, Biwakwiese und Eventbereich. Der Stadthafen soll möglichst im Sommer und im Winter nutzbar sein.