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Landtagswahl 2019

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Kandidiert Minister Schröter in der Uckermark?

Minister Karl-Heinz Schröter (SPD) zieht es in die Uckermark.
Minister Karl-Heinz Schröter (SPD) zieht es in die Uckermark.
Ralf Hirschberger (Archiv)

Er war das Gesicht der umstrittenen Kreisgebietsreform, nun soll er das Gesicht der Sozialdemokratie in der Uckermark werden: Karl-Heinz Schröter (SPD) erwägt angeblich eine Landtags-Kandidatur in der Uckermark. Das gefällt längst nicht allen.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) ist als Direktkandidat für die Landtagswahl 2019 im Wahlkreis Gransee-Templin im Gespräch. Würde der SPD-Politiker dort antreten, würde er gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann antreten, der den Landkreis bei der letzten Wahl direkt gewinnen konnte. Zuvor war der Wahlkreis in der Hand der Linken, die ihn mit dem Abgeordneten Torsten Krause ebenfalls direkt gewinnen konnten. Aussichtsreiche SPD-Bewerber aus der Region sind dagegen nicht bekannt.

Schröter hatte sich jedoch in der Debatte um die Kreisgebietsreform in der Region viele Feinde gemacht: So nahmen es viele Uckermärker dem früheren Landrat von Oberhavel übel, dass er den Landkreis mit dem Barnim zwangsfusionieren wollte. Und ganz offenbar stehen auch nicht alle Ortsvereine der SPD hinter dem Minister: Eine Abstimmung im Ortsverein Gransee-Fürstenberg zur Frage, ob man lieber auf einen erfahrenen, populären Politiker oder ein neu aufzubauendes Gesicht aus der Region setzen wolle, endete am Montag abend mit einer krachenden Niederlage für den Minister: Nur zwei Parteimitglieder stimmten für Schröter, neun dagegen zogen die Option eines eher Unbekannten vor.