Endspurt bei Bürgerbefragung
"Hafenvergleich" sorgt für Wirbel in Lychen

Mit diesem Plakat hat der Stadtverordnete Klaus Schache für Diskussionsstoff gesorgt.
Mit diesem Plakat hat der Stadtverordnete Klaus Schache für Diskussionsstoff gesorgt.
Klaus Schache

Kurz vor der Stimmenauszählung zum umstrittenen Stadthafenprojekt gibt es noch einmal Aufregung. Auslöser ist ein Plakat.

Am 10. Dezember beginnt um 14  Uhr im Lychener Rathaus die öffentliche Stimmenauszählung der Bürgerbefragung zum Stadthafen. Bis zum 9. Dezember haben wahlberechtigte Lychener ab 16 Jahre noch Gelegenheit, ihre Meinung kund zu tun: Sind sie für die Errichtung des Stadthafens, für den es seit 2015 einen Planfeststellungsbeschluss gibt, oder nicht?

Harsche Kritik vom Aktionsbündnis

Neben dem umstrittenen Projekt, für das der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, gibt es ein zweites, mit dem eine kleinere, kostengünstigere Variante vorgeschlagen wird. Beide sind auf Bannern am vorgesehenen Standort eines Hafens zu sehen. Dort befindet sich inzwischen ein drittes Plakat, das die Varianten miteinander vergleicht. Eine Darstellung, die für Wirbel sorgt. Das Aktionsbündnis Zukunftshafen Lychen sieht durch diese Darstellung seinen kleineren Entwurf entstellt, so Alfred Preuß und Helmut Bergsträßer, Mitglieder des Aktionsbündnisses. Außerdem seien falsche Fakten plakatiert, Seeflächen und Kostenangaben frei erfunden worden, so der Vorwurf.

Stadtverordneter bleibt bei Darstellung

Der Hafenvergleich stammt vom CDU-Stadtverordneten Klaus Schache. Er weist die Kritik zurück. Er sage mit dieser Darstellung nichts, was nicht nachvollziehbar sei. Wer einen Wasserwanderliegeplatz errichten wolle, der müsse sich an bestimmte Kriterien halten, sonst gebe es keine Genehmigung, argumentierte er unter anderem.