Gewalt in der Unterkunft

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Asylsuchende ignorieren Hausverbot

Die beiden Männer tauchen immer wieder vor der Templiner Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende auf, obwohl sie dort Hausverbot haben. 
Die beiden Männer tauchen immer wieder vor der Templiner Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende auf, obwohl sie dort Hausverbot haben.
Michaela Kumkar

Zwei tschetschenische Männer sollen ihre Frauen und Kinder im Asylbewerberheim geschlagen haben. Die Polizei hat mehrere Platzverweise ausgesprochen. Ohne großen Erfolg.

Ein Vorfall mit zwei tschetschenischen Asylsuchenden beschäftigt seit Tagen die Templiner Stadtverwaltung, die Polizei und Anwohner der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende. Die beiden Männer haben dort Hausverbot erhalten, sagte Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke). Es habe Probleme wegen ihres aggressiven Verhaltens gegenüber ihren Frauen und Kindern gegeben. In einem Fall sei Anzeige wegen körperlicher Gewalt bei der Polizei erstattet worden. Der Landkreis Uckermark hätte sie deshalb in der Unterkunft in Prenzlau beziehungsweise in Angermünde untergebracht. Beide würden trotzdem immer wieder in Templin auftauchen, so Detlef Tabbert. Offenbar, weil sie zu ihren Familien wollen, was aber aufgrund der Vorfälle nicht möglich sei. Gewalt in der Familie sei nicht zu tolerieren. Dafür gebe es Gesetze, die für alle gelten.

Mehrfach Platzverweise ausgesprochen

Das Ordnungsamt der Stadtverwaltung und die Polizei hätten mehrfach Platzverweise gegen die Männer ausgesprochen, nachdem sie unter anderem in einer Bushaltestelle und auf einem angrenzenden unbewohnten Grundstück übernachteten. Templiner, die in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft wohnen, berichteten, dass sich die Männer auf ihren Grundstücken aufhielten. Nach jedem Vorfall seien die beiden zu den Unterkünften in Prenzlau und Angermünde zurückgebracht worden, so der Bürgermeister.

Betreiber der Einrichtung Unterstützung zugesagt

Die Stadt Templin hat sich inzwischen an die Ausländerbehörde beim Landkreis Uckermark gewandt. Der Landkreis habe signalisiert, dass er mit seinen Möglichkeiten, sprich durch den Sozialdienst, Einfluss auf die beiden Männer nehmen wolle. Der Bürgermeister kündigte einen Vor-Ort-Termin an. Gemeinsam mit dem Landkreis und dem Betreiber der Einrichtung wolle man sich verständigen, welche Maßnahmen man gemeinsam ergreifen könne.