Malchow gegen Neustrelitz
Manipulationsverdacht in der Fußball-Oberliga Nordost

Vor dem Oberligaspiel zwischen Malchow (rechts) und Neustrelitz soll es einen Manipulationsversuch gegeben haben.
Vor dem Oberligaspiel zwischen Malchow (rechts) und Neustrelitz soll es einen Manipulationsversuch gegeben haben.
Matthias Schütt

Vor dem MV-Derby zwischen Malchow und Neustrelitz soll einem Spieler der Heimmannschaft Geld geboten worden sein, damit dieser Gegentore verschuldet.

In der Fußball-Oberliga Nord gibt es einen Manipulationsverdacht. Vor der Partie am vergangenen Freitagabend (8. März) des Malchower SV 90 gegen die TSG Neustrelitz soll einem Malchower Spieler Geld angeboten worden sein, damit dieser in der ersten Halbzeit zwei Gegentore verschuldet.

Eine unbekannte Person aus dem Ausland hatte den betroffenen MSV-Spieler kontaktiert und ihm das Angebot unterbreitet. Der Spieler informierte daraufhin MSV-Trainer Sven Lange. Der Verein meldete den Vorfall umgehend dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) – in diesem speziellen Fall an Oberliga-Spielleiter Ulf Kuchel.

Vorgang an zuständige Stellen weitergeleitet

Dieser bestätigte es gegenüber dem Nordkurier und sagte: „Wir haben den Vorgang sofort an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Es laufen jetzt Überprüfungen rund um das Spiel. Es ist aber erstmal nur ein Verdacht.“

Dazu ergänzte Holger Fuchs, Geschäftsführer des NOFV: „Es gibt den Verdacht der möglichen Einflussnahme. Wir müssen erstmal die schriftliche Stellungnahme abwarten, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.“ So waren, auch aufgrund der rechzeitigen Meldung aus Malchow, Beobachter des Schiedsrichterausschusses aber auch des Ausschusses für Prävention und Sicherheit vom NOFV während der Partie vor Ort.

„Für mich ist sowas traurig und erschreckend zugleich, dass der Fußball scheinbar so missbraucht wird und höchst kriminelle Strukturen am Werke sind“, so Kuchel. Lob gab es vom NOFV-Spielleiter für die Vorgehensweise und Kooperationsgemeinschaft vom Malchower SV und dem betreffenden Spieler.

„Der Verein und der Spieler haben alles richtig gemacht, sich zu offenbaren“, sagte Kuchel und sprach davon, dass „das nichts mit Malchows Gegner TSG Neustrelitz zu tun hat.“ „Wir wurden von Sven Lange vor dem Spiel über den Kenntnisstand informiert und warten nun erstmal ab“, so TSG-Geschäftsstellenleiter Robert Gerhardt. Am Ende gewann die TSG das MV-Derby mit 4:1 (2:1).