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Fußball-WM

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Ein 38-Jähriger führt bei Australien immer noch Regie

Tim Cahill spielt mit 38 Jahren immer noch im Nationalteam.
Tim Cahill spielt mit 38 Jahren immer noch im Nationalteam.
Lukas Coch

32 Mannschaften spielen bei der Fußball-WM in Russland um den Titel. Wir stellen alle Teilnehmer vor. Hier geht es um Australien.

Ein alternder Star, ein Trainer auf Zeit und eine schwere Gruppe – die Vorzeichen für Australiens fünfte WM-Teilnahme könnten besser sein. Der frühere Bundesliga-Coach Bert van Marwijk geht das Russland-Abenteuer mit seinem Team um Mathew Leckie von Hertha BSC und den Bochumer Robbie Kruse dennoch optimistisch an: „Unser Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen und ich denke, dass wir eine Chance darauf haben, sonst würde ich den Job nicht machen.“

Altmeister sorgt in Play-offs für Tore

Bei den Socceroos dreht sich immer noch viel um Tim Cahill – auch wenn Australiens Rekordtorschütze inzwischen schon 38 Jahre alt und nach seiner Vertragsauflösung beim FC Millwall auf Vereinssuche ist. „Er ist nicht mehr 19, sondern doppelt so alt, aber er ist auch ein Spieler, der den Unterschied machen kann“, sagte van Marwijk über Cahill, der Australien mit zwei Toren in der vorletzten Play-off-Runde gegen Syrien die fünfte WM-Teilnahme überhaupt erst ermöglichte.

Die Socceroos wollen zum zweiten Mal nach 2006 in ein WM-Achtelfinale – doch Auftaktgegner Frankreich verspricht einen harten Start in das Turnier. Weitere Kontrahenten sind Peru und Dänemark. „Ich verrate nichts Neues, wenn ich sage, dass es eine sehr schwierige Gruppe ist“, sagte van Marwijk, für den die WM eine Abschiedstour wird. Seit März steht fest, dass er nach dem Turnier von Graham Arnold abgelöst wird.

Letzte WM-Teilnahme des Trainers

Bei seiner zweiten und wohl letzten WM-Teilnahme will der Niederländer aber noch einmal für Furore sorgen. Mit seinem Heimatland erreichte er 2010 in Südafrika das Finale und unterlag Spanien. Mit Australien kommt van Marwijk wohl nicht so weit, aber ein unangenehmer Gegner bleiben die Australier dennoch.

Und die Form scheint zu stimmen. Gegen Tschechien gab es einen klaren 4:0-Erfolg. „Der Auswahlprozess war sehr schwierig“, sagte van Marwijk über seinen Kader. „Ich glaube, diese Gruppe kann Australien stolz machen, wenn wir weiter gemeinsam so intensiv arbeiten.“