ISTAF INDOOR

Claudine Vita wird Dritte beim Hallenspektakel

Beim hochkarätig besetzten Leichtathletik-Meeting in Berlin war auch die Neubrandenburger SCN-Athletin erfolgreich dabei. Den Höhepunkt setzte eine Weitspringerin.
SCN-Werferin Claudine Vita war zum zweiten Mal beim Istaf in Berlin am Start.
SCN-Werferin Claudine Vita war zum zweiten Mal beim Istaf in Berlin am Start. Iris Hensel
Weitsprung-Star Malaika Mihambo jubelt nach ihrem Sprung über 7,07 Meter.
Weitsprung-Star Malaika Mihambo jubelt nach ihrem Sprung über 7,07 Meter. Soeren Stache
Berlin.

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat beim Istaf Indoor in Berlin für das herausragende Ergebnis gesorgt. Die 26-Jährige von der LG Kurpfalz gewann die Konkurrenz am Freitagabend mit starken 7,07 Metern im letzten Versuch vor der Nigerianerin Ese Brume (6,79) und Nastassia Mironchyk-Ivanova aus Weißrussland (6,75). „Ich wusste, dass ich sieben Meter springen kann”, sagte sie.

Für Mihambo war es vor 12 500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena der erste 7-Meter-Sprung in der Halle in ihrer Laufbahn. Letztmals war eine Deutsche in der Halle vor gut 25 Jahren über 7 Meter gesprungen: Am 4. März 1995 erreichte Heike Drechsler in Sindelfingen 7,09.

Der Weltrekord ist nur inoffiziell

Auch Diskuswerferin Shanice Craft aus Mannheim sorgte mit einem Hallenweltrekord für eine Topleistung. Sie warf die Scheibe in ihrem ersten Versuch auf 64,03 Meter, so weit wie noch nie eine Frau in der Halle. Der Weltrekord wird aber nur inoffiziell geführt. Nadine Müller vom SV Halle wurde Zweite (60,44).

Für Claudine Vita vom SC Neubrandenburg, bei ihrem ersten Diskuswettkampf in dieser Saison, reichte es mit 60,29 Metern in ihrem letzten Versuch zu Platz drei. Die 23-Jährige dürfte aber zufrieden gewesen sein; ihr Trainer Dieter Kollark hatte in Berlin eine Weite um die 60 Meter gefordert. In den vergangenen Wochen hatte sich Claudine Vita vor allem auf das Kugelstoßen konzentriert.

Bei den Männern setzte sich der Rumäne Alin Firfirica mit 62,27 Meter durch. Martin Wierig aus Magdeburg hatte mit 62,09 bis zum letzten Versuch des Rumänen geführt. Dritter wurde Olympiasieger Christoph Harting aus Berlin (61,28). Die Männer gewannen auch das Diskus-Duell gegen die Damen mit 25:24.

Cindy Roleder musste verletzt passen

Beim mit Spannung erwarteten Duell über die 60 Meter Hürden gingen die deutschen Damen hingegen leer aus. Pamela Dutkiewicz musste sich mit 8,18 Sekunden mit Rang fünf zufrieden geben. „Mir fehlt momentan einfach die Konstanz”, sagte sie. Cindy Roleder war leicht verletzt nicht angetreten. Der Sieg ging an Tobi Amusan (Nigeria) in 7,89 Sekunden.

Im Stabhochsprung gab es zwei Sieger: Olympiasieger Renaud Lavillenie und der Niederländer Rutger Koppellar übersprangen beide 5,61 Meter und teilten sich den Erfolg. Das Duo war ohne Fehlversuch geblieben, dann aber an 5,71 Meter gescheitert. Bester Deutscher war Torben Blech als Vierter mit ebenfalls 5,61. Er hatte aber zuvor einige Fehlversuche.

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