Nach Krankheitsausbruch

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Hunderte Schüler auf Rügen gegen Hepatitis A geimpft

Eine der letzten Riegelimpfungen gegen Hepatitis A fand zuvor auf Rügen vor fünf Jahren statt.
Eine der letzten Riegelimpfungen gegen Hepatitis A fand zuvor auf Rügen vor fünf Jahren statt.
Kay Nietfeld (Archiv)

Nachdem bei einem Schüler und einer Lehrerin auf Rügen das ansteckende Hepatitis-A-Virus nachgewiesen worden ist, mussten mehr als 200 Personen geimpft werden.

Hunderte Schüler auf Rügen haben eine Impfung gegen Hepatitis A erhalten. Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen zufolge sind 178 Kinder der Grundschule „Ostseeblick” in Sassnitz sowie 30 Erwachsene am vergangenen Freitag gegen Hepatitis A geimpft worden.

Zuvor wurden zwei Fälle der Leberentzündung an der Schule nachgewiesen. Zunächst wurde die Erkrankung am 25. Oktober bei einem Schüler erkannt, drei Tage später auch bei einer Lehrerin. Bei einer sogenannten Riegelimpfung sollten nun alle Kontaktpersonen der Erkrankten geimpft werden, wie der Landkreis informierte.

Wie genau es zu den Ansteckungen mit dem Hepatitis-A-Virus kommen konnte, ist noch unklar. Fachärzten zufolge wird der Erreger fast ausschließlich durch Aufnahme von Kot oder Kotspuren über den Mund übertragen – durch direkten Kontakt oder indirekt durch verunreinigte Nahrungsmittel. Die Krankheit heilt demnach von selbst aus, dieser Prozess kann aber über mehrere Wochen andauern. Bei Personen über 50 Jahren kann Hepatitis A unter Umständen zu einem Leberversagen führen.

Ob sich weitere Schüler oder Lehrer mit Hepatitis A infiziert haben, wird noch ermittelt. Kreissprecher Olaf Manzke zufolge stehen Untersuchungsergebnisse noch aus. Laut Manzke würden Hepatitis-A-Fälle so selten auftreten, dass die Erkrankung „im Bewusstsein der Menschen keine Rolle mehr spielt.”

Eine der letzten Riegelimpfungen gegen Hepatitis A fand zuvor auf Rügen vor fünf Jahren statt. 300 Personen sind damals geimpft worden, nachdem sich ein Kind in einer Kita in der Stadt Bergen infizierte.