Neue Gästekarte

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Binz dreht wieder an der Kurabgabe-Schraube

Nach Plänen der Binzer Kurverwaltung sollen Gäste im kommenden Jahr für eine Tageskarte 3,90 Euro zahlen. Das sind 1,05 Eure mehr als die bislang gültige Kurtaxe.
Nach Plänen der Binzer Kurverwaltung sollen Gäste im kommenden Jahr für eine Tageskarte 3,90 Euro zahlen. Das sind 1,05 Eure mehr als die bislang gültige Kurtaxe.
Sommer

Im Nobelbad Binz auf Rügen wird erneut über eine drastische Erhöhung der Kurabgabe gestritten. Nach dem Willen der Kurverwaltung soll 2019 dazu eine neue Gästekarte eingeführt werden.

Nur drei Monate nach der Anerkennung des Binzer Ortsteils Prora als Erholungsort dreht die Kurverwaltung des Rügener Nobelseebades wieder an der Preisschraube. Nach einem Vorschlag von Kurdirektor Kai Gardeja soll bereits Anfang 2019 eine sogenannte Gästekarte die bisherige Kurkarte ablösen. Die Tagesgebühr soll von derzeit 2,85 auf dann 3,90 Euro steigen. Das wäre dann die mit Abstand höchste Tourismusabgabe in Deutschland.

Zusätzliche Erlebnisangebote inbegriffen

Im Unterschied zur klassischen Kurabgabe soll die neue Gästekarte mehr Leistungen anbieten, darunter vor allem Erlebnisangebote wie kostenlosen Eintritt in Museen, ins Binzer Sommervarieté, oder ins Naturerbezentrum Prora. Eine unentgeltliche Nutzung des Nahverkehrs ist nicht vorgesehen.

Die sogenannte „Gästekarte Binzer Bucht“ soll für die gesamte Umgebung von Binz und Prora gelten, also auch für die Feuersteinfelder, die Granitz mit dem Jagdschloss, den Port Mukran, und sogar Putbus und die Stadt Sassnitz mit den Kreidefelsen.

Heftige Kritik an überhöhten Abgaben

Doch die Pläne sind umstritten. Mitglieder im Betriebsausschuss der Kurverwaltung fordern zum Beispiel auch die kostenfreie Nutzung von Bus und Bäderbahn im Verbund mit Göhren, Baabe und Sellin. Kritisiert wird auch, dass die Gästekarte ganzjährig erhoben wird, also auch im Winter, wenn deutlich weniger touristische Angebote verfügbar sind.

Bedenken gibt es zudem, weil Urlauber, die nur kurz zum Baden in Binz weilen, oder Stammgäste, die nicht jedes Jahr die gleichen Angebote nutzen möchten, die volle Gebühr zu zahlen haben. Zudem sei eine Gebühr von 3,90 Euro für den Ortsteil Prora unangemessen, weil dort noch Supermärkte, Arztpraxen und Restaurants fehlten.

 

 

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Kommentare (6)

Zum Glück, waren wir auf Rügen schon diverse Male. So das wir Rügen in Zukunft meiden werden. Es gibt genug Binnenseen wo man baden kann und muss den Rüganern nicht die Kohle in den Rachen schmeißen. Andere Gemeinden müssen ihre Orte auch sauber halten , ohne von seinen Gästen einen Extra Obulus zu verlangen . Und wenn vielleicht doch Mal eine Tagestour geplant ist , werde ich garantiert keine Tagesgebühr bezahlen, das ist sicher

Hier zeigt sich mal wieder das mancher geldmangel der privatwirtschaft durch das gemeine volk zu stemmen sei, das nur mal frische luft schnuppern mag. Wen interessieren die angebotenen teuren superattraktionen wenn die natur leidet. Wenigstens sollte darin der öpv oder die bahnfahrt inkludiert sein. So schaffen sich die oberen ihr eigenes reich. Fragt man sich doch auch wer diesen irren wegelagerzoll gesetzlich genehmigt, sicher auch parasieten des gehobenen standes. Die neuen reichsbürger!

Mir erschließt es nicht,warum überhaupt die Urlauber eine Kurabgabe zahlen müssen. Die Urlauber,spülen das Geld für das meiste Gewerbe in die Kassen. Außerdem wären diese Orte ohne Touristen pleite . Also sollten die bezahlen,die davon am meisten profitieren . Per Gesetz,dürfen die Kommunen diese Abgabe erheben und davon wird reger Gebrauch gemacht. Der normale Bürger kann sich gegen diese Zwangsabgabe nicht wehren. Deshalb fahren wir nur noch nach PL .

Unseren Urlaub,haben wir am Bodensee und Schwarzwald verbracht. In der Kurabgabe,war in beiden Regionen das benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel enthalten. So konnten wir am Bodensee mit Bus und Bahn von Lindau bis Konstanz fahren,dieses konnten wir über unseren gesamten Aufenthalt nutzen. Im Schwarzwald,war es ähnlich. So konnte der PKW schön stehen bleiben.

Als nächstes kommt die Inselbetretungserlaubnis, welche man beim Amt Vorpommern- Rügen, selbstverständlich gegen eine Gebühr, beantragen muss, mit einem 10 Seitigen Formular.

und dann wundert sich das Gastgewerbe über rückläufige Besucherzahlen? Mein Tip: Kurabgabe auf 10€ täglich dann kommen Millionen von Urlauber und Hoteliers/Restaurants machen noch mehr Kasse als ihnen lieb ist.