Ostsee und Nordsee im Preisvergleich

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Strandtag in Binz teurer als auf Sylt

In Binz einen Ostsee-Tag zu genießen ist zu einem teuren Vergnügen geworden.
In Binz einen Ostsee-Tag zu genießen ist zu einem teuren Vergnügen geworden.
Stefan Sauer

An Nord- und Ostsee beginnt bald die Urlaubssaison. Wer preisgünstig baden will, hat die Wahl. Warnemünde oder Usedom: so teuer wird der Strandbesuch.

Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Viele Menschen zieht es jetzt an den Strand. Aber wohin genau? Alleine in Deutschland gäbe es schon hunderte Ziele entlang der Nord- und Ostsee. Die einen mögen das Spiel der Gezeiten bevorzugen und die anderen die klassische Architektur der Seebäder. All inclusive ist nur das Geschrei der Möwen.

Wer nach all den Abwägungen noch immer unentschieden ist, für den mag der Preis die entscheidende Rolle spielen. Das Reise-Portal „Travel-Bird” gibt besonders preisbewussten Urlaubern nun eine Hilfestellung. In ihrem Strandpreisvergleich (nachzulesen hier) haben die Experten mehr als 300 der meistbesuchtesten Strände weltweit zusammengetragen. Dazu gehören auch einige Adressen an Nord- und Ostsee.

Zum Vergleich hat das Portal den Durchschnittspreis für einen Strandtag berechnet. Dabei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die Kosten für Strandgebühren, Sonnencreme, Verpflegung und Genussmittel. Nach allen Berechnungen liegt der teuerste Strand in Neukaledonien (78,57 Euro), der Günstigste in Vietnam (13,44 Euro).

Ostsee etwas günstiger als Nordsee

Die deutschen Strände liegen preistechnisch im unteren Drittel der Liste. An der Nordsee reichen die Preise von 38,33 Euro auf Amrum bis 28,71 Euro auf List (beides Schleswig-Holstein). Am allergünstigsten badet es sich in Hamburg. Am Falkensteiner Ufer kostet ein Tag 19,80 Euro. Allerdings ohne direkten Zugang zum Meer.

Im Mittel sind die Ostseestrände etwas preiswerter. Noch am teuersten ist ein Badetag in Binz (Rügen). Dort muss mit einem Pauschalpreis von 33,27 Euro gerechnet werden. In Warnemünde wird es schon günstiger. Hier kostet ein Strandtag nur noch 30,00 Euro. Wer besonders preiswert baden will, kann entweder an den Weststrand nach Born fahren, 22,64 Euro, oder an die Steilküste nach Boltenhagen (beides Mecklenburg-Vorpommern). Zwischen Wismar und Lübeck gelegen, beläuft sich die Strand-Zeche auf 21,47 Euro.

Wohin auch immer die Reise gehen soll, die deutschen Gewässer sind vergleichsweise günstig. Alleine die Unterkunft muss noch dazu gemietet werden. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer weiterhin die Kasse schonen möchte, sollte ein Zelt einpacken. Dann darf es gerne auch eine Eiskugel mehr sein.

Ostsee

Binz (Rügen) – 33,27 Euro
Grömitz (Schleswig-Holstein) – 32,40 Euro
Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) – 30,85 Euro
Warnemünde (Rostock) – 30,00 Euro
Eckernförder Bucht – 26,37 Euro
Bansin (Usedom) – 28,47 Euro
Kühlungsborn (LK Rostock) – 27,87 Euro
Weststrand, Born (Darß) – 22,64 Euro
Steilküste, Boltenhagen (LK Nordwestmecklenburg) – 21,47 Euro

Nordsee

Amrum (LK Nordfriesland) – 38,33 Euro
Weiße Düne (Niedersachsen) – 32,41 Euro
Hörnumer Nehrung (Sylt) – 31,15 Euro
Borkum (Ostfriesland) – 30,52 Euro
Büsüm (Schleswig-Holstein) – 29,38 Euro
St.Peter-Ording (Nordfriesland) – 28,87 Euro
List (Nordfriesland) – 28,71 Euro
Falkensteiner Ufer (Hamburg) – 19,80 Euro