Versteigerung

Halbzeit bei der zweiten Nordkurier-Auktion

Die Nordkurier-Auktion ist in vollem Gange. Bis zum 19. Mai können Sie noch auf Angebote aus den Bereichen Reise- und Freizeit bieten. Doch nicht nur dort lassen sich Schnäppchen ergattern.
Christine Gerhard Christine Gerhard
Bei einer Auktion kann man besonders gegen Ende noch Schnäppchen machen.
Bei einer Auktion kann man besonders gegen Ende noch Schnäppchen machen. Bernd Wüstneck
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Waren.

Als Amtsleiter Dietmar Henkel mit dem Posten seines Vorgängers auch die Versteigerungen für das Warener Fundbüro übernehmen sollte, hat er nicht lange gezaudert, sondern einfach gemacht. Inzwischen leitet er die Auktionen bereits im 14. Jahr und hat viel erlebt: Einen jungen Mann, der auf einen Rollator bot, „wohl um die Bierkästen nach Hause zu transportieren”, erinnert sich Henkel, „manchmal ist es schon kurios.” Andere ersteigerten fünf, sechs Fahrräder an einem Abend und fuhren dafür mit dem Anhänger vor.

Bei solchen Auktionen kann man Schnäppchen machen. Schmuck zum Beispiel gehe immer unter Goldwert weg und wenn gegen Ende hin das Geld knapp wird, sind die Fahrräder ganz unten auf dem Programm oft besonders günstig zu haben. Einen Spitzenpreis erzielte dagegen einmal ein hochwertiges weißes Damenrad. Die Krux: Nach der Versteigerung meldete sich die Besitzerin, die ihr Fahrrad auf einem Foto in der Zeitung wiedererkannt hatte. Das Geld musste ihr ausgezahlt werden, 152 Euro.

Ein Nicken als Zeichen gilt nicht

Susann Kleiß, Betreuerin des Fundbüros, erinnert sich genau an den Preis, auch weil sie und andere Helfer die Endgebote schriftlich festhalten. Als Gebot zählt dabei erst, wenn jemand deutlich die Hand hebt, ein Nicken lässt Henkel nicht gelten. Trotzdem: „Manchmal geht es so schnell, dass man mit dem Schreiben kaum hinterherkommt”, erzählt Kleiß. Dann wieder bissen sich zwei, drei Leute fest, wenn sie sich zum Beispiel auf ein gutes Fahrrad versteift hätten, so Henkel.

Selbst mitbieten darf der Auktionator natürlich nicht, doch das hat er nur einmal bedauert, da stand eine Kinderschwimmweste zum Gebot, ein schönes Geschenk für die Enkel. Viele der 80 bis 100 Menschen, die, einige regelmäßig, Auktionen des Fundbüros besuchen, wollen gar nichts ersteigern. Denn schon Zuschauen allein kann spannend sein: „Man kauft ja die Katze im Sack”, sagt Henkel.

Zwar werden die Fundstücke vorher auf ihre Funktionalität geprüft, doch Koffer und Taschen öffnen Henkel und Kleiß vor den Bietenden nicht. Ihre Inhalte nur grob verlesen und so muss es für einen erfolgreichen Bieter eine große Überraschung gewesen sein, als er voller Hoffnung auf hübsche Kleidung den ersteigerten Koffer öffnete und darin nur riesige, altmodische Unterhosen und „ziemlich große” BHs fand.

Spaß an der Sache haben

Nicht so bierernst sein, ist Henkels Motto bei jeder Versteigerung, denn die sei an sich ja schon eine ernste Sache. „Man erwirbt schließlich etwas.” Die Auktionen lockert er darum gerne mit lustigen Sprüchen auf. Einmal parkte der große Geländewagen einer Kollegin trotz Bitte, ihn woanders abzustellen, mitten auf der Auktionsfläche.

„Wir haben uns einen Spaß daraus gemacht: Die Versteigerung fand um den Wagen herum statt und es wurde angedeutet, dass das Auto auch zur Auktionsmasse gehören könnte”, erinnert sich Henkel. Dem Spaß und vor allem der Spannung ist es wohl zu verdanken, dass die Bietergemeinschaft eine unangenehme Sache tolerieren kann. Die Versteigerungen finden auf dem Parkdeck statt und dort ist es irgendwie immer kalt.

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, bei einer Auktion auf Schnäppchenjagd zu gehen, schauen Sie doch mal auf der Seite der Nordkurier-Auktion vorbei. Dort warten 252 Produkte rund um die Themen Reise- und Freizeit darauf, von Ihnen ersteigert zu werden. Ob Kurzurlaub im Wellnesshotel, Restaurant-Gutschein, Auslandsreise oder Aktivurlaub – hier wird jeder fündig!

Sie sind neugierig geworden und wollen sich die tollen Angebote nicht entgehen lassen? Auf nordkurier.de/auktion können Sie sich registrieren und gleich losbieten: Nachdem Sie das Registrierungsformular korrekt ausgefüllt und bestätigt haben, erhalten Sie einen Freischaltungslink per E-Mail. Rufen Sie einfach die Auktionsseite über diesen Link auf und fangen Sie gleich an, auf Ihr Wunschobjekt zu bieten!