ABSATZ IST RÜCKLÄUFIG

Entlassungen in Solarfabrik befürchtet

Vor zwei Monaten hatte aleo solar noch gute Prognosen für das Unternehmen bekanntgegeben. Doch ein Schreiben an die Redaktion gibt jetzt Hinweise auf eine Kündigungswelle. Droht diese wirklich?
aleo-Personalchefin Carmen Gerloff hatte Anfang des Jahres noch Fachkräfte gesucht.
aleo-Personalchefin Carmen Gerloff hatte Anfang des Jahres noch Fachkräfte gesucht. Monika Strehlow
Prenzlau.

Seit Tagen verdichten sich die Hinweise auf erneute Absatzschwierigkeiten der Prenzlauer Solarfabrik. Es hält sich das Gerücht, dass die Belegschaft auf 150 Kollegen reduziert werden soll. „Den Leuten wurde ohne Vorwarnung am Schichtbeginn gesagt, dass sie gleich wieder nach Hause gehen können. Selbst in der Chefetage gab es wohl Rauswürfe“, heißt es in einem Schreiben an die Redaktion. Dabei hatte das Werk mit rund 330 Mitarbeitern doch vor ein paar Monaten erst von einem Riesenauftrag auf den Philippinen berichtet. William Chan, Chief Sales Officer, bewertete das als Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit der aleo-Module.

Die Geschäftsführung der aleo solar GmbH sowie der aleo Sunrise GmbH bestätigten, dass die Solarmodulproduktion temporär reduziert werde. „Zu Beginn des Jahres wurde eine anhaltend hohe Auftragslage prognostiziert, sodass die Herstellung von Solarmodulen in einem Vier-Schicht-System vorgesehen war.“ Da der Verkauf aufgrund der aktuell rückgängigen Marktlage nicht wie geplant erfolgte, werden die Solarmodule derzeit nur im Drei-Schicht-System produziert. Derzeit werde geprüft, Mitarbeiter der Modul- in der Zellproduktion zu beschäftigen. „Wir gehen von einer sich wieder stabilisierenden Auftragslage im zweiten Halbjahr aus.“

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