NACH MESSER-ATTACKE

Jetzt doch Terror-Verdacht in Neubrandenburgs Partnerstadt Villejuif

Mehr als 24 Stunden nach der tödlichen Messer-Attacke in Neubrandenburgs Partnerstadt Villejuif glauben die Behörden nun doch, dass es Terror war.
dpa
Polizisten sichern den Tatort im französischen Villejuif nach der Messerattacke von Freitagmittag.
Polizisten sichern den Tatort im französischen Villejuif nach der Messerattacke von Freitagmittag. MICHEL EULER
Polizisten sichern den Tatort im französischen Villejuif nach der Messerattacke von Freitagmittag.
Polizisten sichern den Tatort im französischen Villejuif nach der Messerattacke von Freitagmittag. Oleg Cetinic
Villejuif.

Nach der tödlichen Messerattacke im französischen Villejuif nahe Paris haben Anti-Terror-Spezialisten der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es gebe Anzeichen für eine Radikalisierung des Täters und darauf, dass er die Tat vorbereitet habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstagabend mit. Das rechtfertige den Terror-Verdacht trotz der psychischen Störung des Angreifers.

Täter soll „Allahu akbar“ gerufen haben 

Ein 22-jähriger Angreifer hatte am Freitagnachmittag in der Stadt südlich von Paris, die seit 1966 Partnerstadt Neubrandenburgs ist, mehrere Menschen im Bereich eines Parks wahllos mit einem Messer angegriffen. Ein Mensch wurde getötet, zwei weitere verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Die örtliche Staatsanwaltschaft hatte am Samstagnachmittag bereits Details bekanntgegeben und erklärt, dass ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen sei.

Der Angreifer soll während des Vorfalls auch „Allahu akbar“ (Arabisch für „Gott ist groß“) gerufen haben und war zum Islam konvertiert, wie die zuständige Staatsanwältin Laure Beccuau erklärt hatte. Der Täter habe während des Angriffs eine Dscheballa, einen traditionellen arabischen Überwurf, getragen. Er habe sich außerdem bis Mitte vergangenen Jahres in psychiatrischer Behandlung befunden und seit der Kindheit psychische Probleme gehabt. Der Mann sei wohl 2017 zum Islam konvertiert. Den Ermittlern zufolge wurden bei dem Täter auch salafistische Texte gefunden.

Opfer offenbar vollkommen willkürlich ausgewählt

Er sei mit „extremer Gewalt und Entschlossenheit“ vorgegangen, erklärte die Staatsanwältin. Er hatte zunächst mehrere Personen bedroht. Von einer Person habe er abgelassen, als diese ein islamisches Gebet aufsagte. Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen Jogger. Er hatte noch versucht, seine Begleiterin vor dem Angreifer zu schützen. Diese wurde laut Staatsanwältin schwer am Hals verletzt. Der Mann attackierte dann eine weitere Joggerin etwas außerhalb des Parks.

Der Angriff trifft Frankreich kurz vor dem fünften Jahrestag des Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Am 7. Januar 2015 wurden in der Redaktion und bei weiteren Attacken 17 Menschen getötet. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorserie heimgesucht – mehr als 250 Menschen verloren ihr Leben. Die Terrorgefahr ist weiterhin groß.

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Kommentare (4)

Das hätte ich euch am ersten Tag sagen können. Da der Attentäter im Kaftan und laut Allah Akbar rufend durch die Gegend zog, war der Schluss nahe.

Warum wird über Terror in Frankreich berichtet? Nicht aber über die linken Gewaltausbrüche mit verletzten Polizisten und extremen Sachschäden in Leipzig.
NK, ihr habt euch doch ,in eurem Bettelbrief um neue Leser letzte Woche, als Meinungsoffene Zeitung dargestellt.
Deshalb werden Kommentare die nicht dem linksgrünem Meinungsbild entsprechen, auch immer gleich gelöscht. Das nennt ihr Meinungsoffen und allseitige Berichterstattung?

wie gewohnt erkläre ich es ihnen.
Ihre "Meinungen" fußen meist auf unseriösen Quellen und sind gespickt von Unwahrheiten und schlechter Polemik.
Die Vorgänge in Leipzig sind noch nicht geklärt. Und wahrscheinlich ist hier auch wieder das Verhalten der Polizeiführung dafür verantwortlich, daß dieLage so eskaliert ist. Repression stößt halt hier und da an Grenzen.
Fragen sie gerne noch mal nach...

Vertreten sie ihren linken Unsinn!!!
Ich habe meine Meinung.