BAUMARKT-PLEITE

Bei Max Bahr 4000 Jobs gefährdet

Viele Mitarbeiter der insolventen Baumarktkette müssen in diesen Tagen um ihre Arbeitsplätze bangen.
dpa
6775 sind in Deutschland bei Max Bahr beschäftigt.
6775 Menschen sind in Deutschland bei Max Bahr beschäftigt. Patrick Seeger
Hamburg.

Nach den Insolvenzanträgen der Baumarktketten Praktiker und Max Bahr befürchten Arbeitnehmervertreter den Verlust von insgesamt bis zu 4000 Jobs. „Wenn man ehrlich ist und nichts schönreden will, muss man von der Größenordnung 80 bis 100 Märkten reden, die sich im Moment ernsthaft Sorgen machen müssen“, sagte Max-Bahr-Gesamtbetriebsratschef Ulrich Kruse. Dabei ging er von einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl pro Markt von 35 bis 40 Personen aus.

Es werde davon ausgegangen, dass von 280 Praktiker- und Max-Bahr-Märkten nur etwa 180 eine Perspektive hätten, sagte Kruse, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Praktiker ist.

Insgesamt sind nach Konzern-Angaben bei den beiden Baumarktketten in Deutschland 12 000 Menschen beschäftigt, davon 6775 bei Max Bahr.

Erste Schließungen von Filialen stehen offenbar bevor

Unterdessen berichtete die „Wirtschaftswoche“, dass sich erste Schließungen von Filialen abzeichneten. Es gehe um rund ein Dutzend Praktiker-Standorte, die kurz vor der Umstellung auf die Schwestermarke Max Bahr standen, hieß es in dem Bericht. Der Sprecher der Insolvenzverwaltung bestätigte die Schließungen, betonte aber, dass damit keine endgültige Entscheidung über die Zukunft der betroffenen Standorte gefallen sei.

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