STRAßENMEISTEREI

Was macht der Winterdienst eigentlich, wenn kein Schnee fällt?

Einen richtigen Winter mit Schnee gab es bislang nicht. Und er ist vorerst auch nicht in Sicht. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Pasewalk legen deshalb aber trotzdem die Hände nicht in den Schoß.
An der Landesstraße 283 zwischen Löcknitz und Rothenklempenow schredderten am Montag die Straßenwärter D
An der Landesstraße 283 zwischen Löcknitz und Rothenklempenow schredderten am Montag die Straßenwärter David Nierentz (links) und André Lankow von der Straßenmeisterei Pasewalk Äste und Sträucher. Fred Lucius
Pasewalk.

Die Räum- und Streufahrzeuge waren wegen des milden Winters bislang wenig im Einsatz. Doch auch ohne einen Dauereinsatz im Winterdienst haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Pasewalk gut zu tun. „Da werden Dinge aufgearbeitet, für die sonst kaum Zeit war oder die liegen blieben. Es gibt aber auch die ganz normalen Unterhaltungsarbeiten“, erklärt Volkmar Johst, Leiter der Meisterei. Zu den typischen Winterarbeiten gehören die Gehölzpflege, das Beseitigen von Schäden an aufgeweichten Straßenbanketten oder das Richten von Verkehrsschildern oder Leitpfosten. Die Straßenwärter rücken auch regelmäßig aus, um Parkplätze und Straßengräben zu säubern. Im Winter könnten auch noch Straßengräben gemäht und von Gestrüpp befreit werden. Das sei vor allem an den Stellen der Fall, bei denen im Sommer nicht so häufig gemäht werde.

Die Müll-Kolonne verliert auch mal Abfall

An der Landesstraße 283 bei Rothenklempenow schredderten am Montag die Straßenwärter David Nierentz und André Lankow Äste und Sträucher. In diesem Abschnitt wurden zuvor das „Lichtraumprofil” freigehalten, um Fahrzeugen und Personen ein gefahrloses Passieren der Straße zu gewährleisten, sowie im Bereich der Bankette Sträucher entfernt. „Wenn die Müll-Kolonne unterwegs ist, gibt es vor allem an den Bundesstraßen viel zu tun, etwa an der B 104 von der Grenze nach Pasewalk“, sagt Straßenwärter Nierentz.

An zehnTagen musste das Team bisher raus

Nach Angaben von Straßenmeister Johst hat sich der Winterdienst bislang auf ein paar Tage beschränkt. „Da wurde aber auch gestreut.“ Die Streufahrzeuge hätten bislang an etwa zehn Tagen rund 300 Tonnen Salz ausgebracht. Das sei relativ wenig. Ein paar Überstunden von Mitarbeitern wegen Dienstes am Wochenende seien bislang nicht der Rede wert. Kündige der Wetterdienst Eis oder Schnee an, sei die Winterdienst-Bereitschaft ab 3 Uhr im Einsatz. Die Straßenmeisterei ist Johst zufolge verpflichtet, die Befahrbarkeit der Straßen von 6 bis 22 Uhr zu gewährleisten. Bei starkem Schneefall werde auch über diese Zeiten hinaus gearbeitet. Aufgabe sei es aber nicht, ständig für eine schwarze Fahrbahn zu sorgen. „Der längste Umlauf in unserem Bereich dauert vier Stunden“, erklärt der Meisterei-Leiter.

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