Zugesagte Förderungen
Wann regnet es Geld fürs Pasewalker Gewerbegebiet?

Schon im vergangenen Dezember hat das Schweriner Wirtschaftsministerium eine großzügige Förderung angekündigt - nur Geld gab es bis jetzt noch keines.
Schon im vergangenen Dezember hat das Schweriner Wirtschaftsministerium eine großzügige Förderung angekündigt – nur Geld gab es bis jetzt noch keines.
NK/Archiv - Montage: NK

Bereits im Dezember vergangenen Jahres kündigte das Schweriner Wirtschaftsministerium eine großzügige Förderung für das künftige Gewerbegebiet in Pasewalk-Franzfelde an. Doch bisher ist noch kein Euro geflossen.

Es war wie ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk für Pasewalk: Anfang Dezember 2017 kündigte das Schweriner Wirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung vollmundig an, dass man der Stadt Pasewalk bei der Planung des künftigen Gewerbegebietes im Ortsteil Franzfelde großzügig unter die Arme greifen wollte. Das vom Christdemokraten Harry Glawe geführte Ministerium versprach 100.000 Euro, noch einmal so viel Geld sollte aus dem Vorpommern-Fonds kommen. Blieben für Pasewalk noch Kosten von 40.000 Euro übrig. Und wenn über so viel Geld ganz öffentlich gesprochen wird, sollte es nicht mehr lange dauern, bis es im Pasewalker Rathaus ankommt – so denkt man vielleicht als unbedarfter Normalbürger. Doch Realität geht anders! Bislang ist von den versprochenen Geldern noch nichts in Pasewalk angekommen. Vielmehr muss die Stadt jetzt noch einen Förderantrag einreichen, um an das Geld zu kommen. Wie passt das denn zusammen?

Stadt muss nur einen Förderantrag schreiben

Der Pasewalker Bauamtsleiter Marko Schmidt bestätigt, dass die Stadt in den vergangenen Tagen einen Förderantrag für die Planungskosten an den Vorpommern-Fonds gestellt habe. Er macht sich gar keine Sorgen, dass Pasewalk nicht an die Förderung für die Planungskosten kommt. Doch warum dauert das bloß so lange? „Das übliche Verfahren, Bürokratie“, meint der Pasewalker Bauamtsleiter. Für ihn scheint klar gewesen zu sein, dass die avisierten Fördermittel nicht sofort zu haben waren, auch wenn sie im vergangenen Jahr bereits angekündigt worden sind.

Und Pasewalk kann sich eigentlich glücklich schätzen, denn das Wirtschaftsministerium hat seinen Anteil bereits im Vorpommern-Fonds geparkt, sodass die Stadt nur einen Förderantrag schreiben muss. Und weil Bürgermeisterin Sandra Nachtweih und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann bestens miteinander können, sollte es jetzt nur noch eine Formsache sein. So ist sich Marko Schmidt eigentlich sicher, dass die Förderung noch in diesem Quartal in Pasewalk ankommt.

Vermarktungsstrategie soll Firmen anlocken

Doch ist das Gewerbegebiet in Franzfelde überhaupt noch ein Erfolgsgarant? Auf 156 Hektar sollen sich dort Firmen ansiedeln und das bei dem Fachkräftemangel, der auch Vorpommern beherrscht. Doch Mario Schmidt ist guter Dinge. Das Land habe umgesteuert und die finanzielle Unterstützung sorgt dafür, dass man potenziellen Investoren dann schon etwas präsentieren könne.

Auch eine gemeinsame Vermarktungsstrategie mit der Wirtschaftsförderung des Landes, wofür das Wirtschaftsministerium ebenso 200.000 Euro bereitstellte, soll interessierte Firmen nach Pasewalk locken. Dazu wird auch gegenwärtig ein neues Vermarktungskonzept erstellt, das noch im August oder September vorgestellt werden soll. Und dann, so orakelt Bauamtsleiter Schmidt, könnte den Pasewalkern auch der lange erwartete Förderscheck zugestellt werden.